#27: ❤️‍🩹 Hilfe für Trauernde - So können Freunde und Familie im Alltag unterstützen!

Shownotes

Nach 6 Wochen Sommerpause sind wir zurück — und haben uns extra viel Zeit für diese Folge genommen.

Dieses Mal sprechen wir nicht in erster Linie zu euch Betroffenen, sondern zu eurem Umfeld: Freund:innen, Familie, Kolleg:innen — alle, die jemanden begleiten, der gerade seinen Partner oder seine Partnerin verloren hat.

Wir erzählen aus eigener Erfahrung, was in der akuten Trauerphase wirklich geholfen hat und was auch noch Monate und Jahre später zählt.

Konkrete Ideen für den Alltag, warum Daten wie Hochzeits- oder Todestag im Kopf zu behalten so viel bedeutet, was bei Finanzen und Rechtlichem (Witwenrente, Erziehungsrente, Sorgerechtsverfügung) oft übersehen wird, und warum gerade der unscheinbare Kleinkram im Alltag am meisten entlastet.

Außerdem holen wir uns Verstärkung von euch: Wir haben vorab auf Instagram gefragt, was ihr euch als Betroffene gewünscht hättet oder wünscht. Eure Antworten waren eindeutig!

Diese Folge ist für alle, die Trauernde gerne unterstützen möchten, aber nicht wissen, wie. Danke, dass ihr euch Gedanken macht! Wir hoffen, wir können euch mit dieser Episode inspirieren 🫶

Shownotes

Hört euch gerne auch die folgenden beiden Episoden zum Thema an:

🎙 #15: Sätze, die Trauernde nicht mehr hören können

🎙 #16: Umgang mit der Trauer anderer

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Und bitte denkt daran: Ihr seid nicht alleine mit eurem Schicksal. Wir sind viele 🫶

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich willkommen bei Mama bleibt, dem Podcast für jungen verwittelte Eltern.

00:00:05: Wir sind Caro und Melina und wir sprechen hier über die Zeit nach dem Tod des Partners.

00:00:09: Über die Herausforderung mit Bürokratie und Paragrafen, über den Alltag mit Kindern und Trauer und darüber was es bedeutet Schritt-für-Schritt neu zu beginnen!

00:00:18: Dieser Podcast richtet sich an verwittelt Eltern mit Kindern – und alle denen nahestehen und sie unterstützen möchten.

00:00:24: Ihr seid nicht alleine, schön dass ihr uns begleitet.

00:00:36: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von Mama bleibt.

00:00:40: Wir sind wieder da!

00:00:42: Wir hatten eine spontan längere Pause, die war eigentlich so gar nicht gedacht aber das kennt ihr bestimmt alle auch wenn dann die Ferienzeit ist oder mal ein Kind krank wird.

00:00:52: und jetzt sind ja Karo und ich in den unterschiedlichen Bundesländern unterwegs.

00:00:56: das heißt wir mussten uns da echt schwer abstimmen und es war die letzten paar Wochen... Ich habe gerade geguckt.

00:01:00: Die letzte Folge war tatsächlich am zweiten Juli veröffentlicht.

00:01:03: Das ist echt ne Weile her, sechs Wochen Pause gemacht ja!

00:01:06: Ungewollt tut uns auch wahnsinnig leid aber das ist es Leben und das kommt dann eben mal dazwischen.

00:01:12: Ja umso mehr freuen wir uns dass wir wieder zurück sind.

00:01:14: ich habe auch schon gehört von Karo dass uns der ein oder andere oder die eine oder andere vermisst hat.

00:01:18: das freut uns natürlich Wahnsinnig weil wir haben's auch vermisst Und deswegen wollten wir euch jetzt erstmal ein kurzes Update geben was bei uns gerade so los ist Und dann starten wir direkt in eine Folge.

00:01:29: Ich kann schon mal sagen und spoilern, es handelt sich bei der heutigen Folge nicht um eine direkt für die Trauerenden unter euch sondern wir wollen heute mal explizit ne Folge machen für die Angehörigen für das Umfeld von Trauernden weil wir immer wieder unabhängig voneinander angesprochen und angeschrieben werden wie man denn einer Person, die so eine Situation kommt helfen kann.

00:01:48: Aber bevor wir das jetzt machen Karo Sechs Wochen ist eine lange Zeit.

00:01:53: Wir hatten zwar jetzt ein bisschen Vorgespräch, ein bisschen das Gute.

00:01:56: Ein bisschen ist gut ja?

00:01:57: Erst mal geupdatet...

00:01:59: Was ihr nicht wisst ist dass wir bereits seit einer halben Stunden sprechen!

00:02:04: Aber ja wie waren denn deine letzten Wochen?

00:02:07: Stressig?

00:02:08: ich hatte

00:02:09: das auch glaube ich In den letzten Tagen auch mal geteilt.

00:02:12: Unsere Sommerferien sind schon vorbei, wir stecken anders als ihr nicht mehr mittendrin.

00:02:17: Bei uns ging der Alltag jetzt schon seit Anfang August langsam wieder los aber es ist tatsächlich sehr stressig weil jetzt geht so langsam nämlich auf dem nächsten Todestag zu der dritte Todestage am siebten September bei uns und ich merke tatsächlich wie mein Unterbewusstsein so ganz gestresst ist.

00:02:34: Also ich hab auch das Gefühl, mein Körper merkt es auch also dass da irgendwas passiert und ich bin sehr angespannt und es sind einfach unfassbar viele Termine auch gerade... Ich hatte das habe ja auch schon mal erwähnt!

00:02:45: Ich habe hier ein Buch geschrieben und das kommt jetzt nächste Woche ist Buchlaunch am XXVIII.

00:02:50: Und es sind ganz ganz viele tolle Termine muss ich sagen.

00:02:53: Ich habe viele Interviews und darf viel darüber sprechen und alles auch sehr aufregend für mich.

00:02:57: Und manchmal habe ich so ein bisschen auch das gerne möchte.

00:03:03: Und gar nicht so zelebrieren, weil ich einfach so eingenommen von den ganzen To-dos die irgendwie anstehen.

00:03:08: und dann waren die Ferien, da war die Kleine zwischendurch mal krank und dann hat man da noch einen Termin und dann stehen rechtliche Terminen mit dem Anwalt noch aus.

00:03:15: das hat ja ein bisschen angeteasert auf meinem Profil.

00:03:18: es ist sehr viel los gerade und ich wünsche mir manchmal so die Zeit wo man einfach mal durchatmen kann und ich weiß dass wird auch kommen spätestens im Herbst nach dem Todestag war das bisher immer so der Fall wo dann

00:03:30: Ja,

00:03:30: die Last vorerst abfällt.

00:03:32: Aber es ist gerade ja sehr viel los, sehr viel Aufregendes, viel Positives aber eben auch Sachen auf die ich jetzt nicht so Bock hatte, aber gemacht werden müssen leider.

00:03:40: Also das ist ein buntes Potburi an Gefühl und Emotionen grade.

00:03:44: Es ist ein ständiges Auf- und Ab habe ich das Gefühl

00:03:48: Ja.

00:03:49: Ich hoffe, dass du dir dann irgendwie mal vielleicht ja wenn du sagst dann im Oktober vielleicht dann auf verzögert aber dann vielleicht mal so einen Moment innehalten kannst wo das dann wirklich mal genießen kannst weil es ist ja schon ein cooles Projekt mit dem Buch.

00:04:00: ich habe gerade als wir zum Vorgespräch waren bin ich vor die Tür gegangen weil ich hab ja die Klingel immer aus bei unseren Podcastaufnahmen und er hat tatsächlich genau jetzt jetzt werden wir gesprochen haben DHL mir ein Exemplar geschickt von deinem Buch.

00:04:14: das mache ich jetzt.

00:04:15: dann gleich nach unserer Aufnahme werde ich mir das anschauen Weil da freue ich mich natürlich schon sehr drauf, weil ... Ich darf dir nämlich auch ein ganz kleines Kapitel schreiben.

00:04:24: Genau!

00:04:24: Bin ich echt schon gespannt?

00:04:26: Ja ansonsten, ich glaub ihr seid ja die ersten, die Sommerferien haben meine ich oder?

00:04:29: Nee erst Niedersachsen glaube ich, erst Niederachsen dann Schleswig-Holstein und dann Hamburg.

00:04:34: wir haben jetzt ab dieser Woche geht es hier wieder los wobei unsere Kita hatte nur kurz eine kurze schließt Zeit.

00:04:39: Wir sind ja noch gar nicht in diesem Sommerferingame drin oder ich hab ja noch kein Schulkind deswegen krieg das mal so am Rande mit.

00:04:46: Die Schüler starteten dann gestern, oder?

00:04:48: Am Donnerstag.

00:04:49: Hier ist es mitten in der Woche immer.

00:04:51: In Hamburg ist es immer mittein der Woche.

00:04:53: Sonst war mal ... Ich glaub schliesslich heute ist am Montag gestartet und Hamburg startet jetzt am Donnerstag.

00:04:59: Ja

00:05:00: das ist total witzig weil man sieht irgendwie ganz Instagram und so ist voll mit lauter.

00:05:04: Jetzt kommt da der Herbst wo ich mit deinem K-Moment mal wir haben gerade eben erst mit den Sommerferien gestartet Moment!

00:05:10: Und ihr habt ja auch noch sechs Wochen oder habt ihr länger nie?

00:05:12: Ihr habt auch sechs Wochen ne?

00:05:14: Wir haben auch sechs.

00:05:15: Aber wir sind immer, ich glaube Bayern und Baden-Württemberg sind immer die am längsten Quatsch als Letztes haben.

00:05:23: Wir starten immer erst so Ende Juli, Anfang August ... Und dann bis Mitte September.

00:05:28: also bei uns ist Schulstaat immer so ... Oh krass!

00:05:33: Da fangen bei uns ja schon fast wieder die Hebsferien an ungefähr.

00:05:37: Müsst ihr mal gucken wie viele Tage sich in den Ferien überschneiden?

00:05:41: in ganz Deutschland, wie viel sich überschneidet.

00:05:44: Weil ich ja immer wieder diesen Gedanken hatte, dass man da irgendwie mal so ... gemeinsam ein paar Tage wegfährt.

00:05:49: Wir hatten ja schon ein paar Mal drüber gesprochen unter den Verwittwerden und so.

00:05:53: Aber wenn du da schulpflichtige Kinder hast, was ihr hier jetzt habt?

00:05:56: Ist denn gar nicht so flexibel, dass wir da deutschlandweit irgendwie was organisieren kann?

00:06:00: Nee wegen den Ferien, ne?

00:06:01: Weil Bayern so spät hat!

00:06:03: Ich glaub dann würd's nur die letzten beiden Wochen oder so gehen... Genau!

00:06:06: Das liegt an den Bayern!

00:06:07: Ja, naja doch!

00:06:08: Ja das stimmt Es geht eigentlich nur in den Weihnachtsferien.

00:06:12: Die haben ja, glaube ich alle ... Aber

00:06:13: da ist jeder stressig!

00:06:15: Das Weihnachten ist sehr stressig.

00:06:16: Genau das ist keine gute Zeit, genau?

00:06:19: Vielleicht noch die... Wenn in Bayern die ersten beiden Ferienwochen sind vielleicht sind da ganz Deutschland.

00:06:25: Das könnt ihr mal vorstellen.

00:06:27: Was

00:06:27: könnte sein dass das noch geht?

00:06:28: Sehr schwierig zum organisieren.

00:06:31: Na ja, na gut.

00:06:33: Okay Karu dann würde ich sagen starten wir in die heutige Folge.

00:06:38: Ja Das ist eine sehr spannende Folge, weil das ist wirklich was, wo ich auch ... Du ja auch?

00:06:43: Hattest du eingangs schon gesagt, wo wir beide schon oft angesprochen wurden.

00:06:47: Also so online als ich im privaten Leben und natürlich in vielen Interviews immer diese Frage, was rätst du an Angehörigen dann oder sowas?

00:06:55: Es ist wirklich ne Frage, weil einfach dieses Thema glaub ich auch immer noch so ein Tabu ist für viele und viele sich da hilflos überfordert mit fühlen.

00:07:02: Hab ich gerade erst gestern wieder drüber gesprochen, als ich interviewt wurde.

00:07:06: Und ich find's ja toll!

00:07:07: wenn wir so viel gefragt werden, weil ich finde es immer noch besser.

00:07:11: Also dass man sich vorher irgendwie die Gedanken macht und vielleicht ein bisschen zu vorsichtig ist oder so anstatt dann irgendwie mit so Plattitüten um sich zu werfen das man sich zumindest vorher Gedanken macht hey was würde euch denn wirklich helfen?

00:07:21: Wir hatten darüber ja also was uns beiden geholfen hat oder hilft, darüber haben wir ja auch schon öfter mal in Folgen und so gesprochen.

00:07:28: Wir hatten auch schon mal eine Folge aufgenommen das ist die Episode fünfzehn.

00:07:32: wenn euch die interessiert könnt ihr euch die auch anhören.

00:07:34: da geht es quasi um Sätze die Trauern den nicht mehr hören können.

00:07:38: Da ist ein bisschen die Negatives negativ Beispiel.

00:07:40: aber wir haben das jedes Mal auch mit was positiven gekoppelt um zu sagen ihr könnt stattdessen dies und jenes sagen oder auch tun.

00:07:46: Und das ist eigentlich heute der Fokus.

00:07:48: also was kann man tun?

00:07:49: Ich habe das jetzt mal für mich persönlich im Kopf abgehakt in zwei verschiedenen Phasen.

00:07:54: Erst eine ist die Akutphase und das andere ist die langfristige Phase.

00:07:59: ich finde, in der Akut-Phase machen sehr viele Menschen ja auch schon sehr viel richtig.

00:08:03: also zumindest ging es mir so weil man da viel noch da ist und viel noch irgendwie Zuspruch bekommen.

00:08:09: Man ist viel betroffen, na ja selbst auch.

00:08:11: Also als Angehöriger ist man ja auch und ich kann das auch verstehen.

00:08:14: Man isst natürlich selbst auch gewisserweise in einem Schockzustand oder dass so was überhaupt passiert, dass der Person das passiert ist, die man vielleicht kennt.

00:08:22: Und man hat halt noch viel mehr Anteinnahme... Und das flacht dann so mit der Beerdigung ab, weil man auch selbst als Angehöriger oder auch als Bekannter in seinem Alltagshot wieder drin ist.

00:08:32: Ich kann das total gut nachvollziehen, dass es nur so ist und wir Trauerenden für uns geht's nicht weiter.

00:08:39: Das ist ein bisschen der Knackpunkt.

00:08:40: Aber ich kann total verstehen, dass man in der Akutphase noch viel mehr involviert ist und viel mehr tun kann, viel mehr da ist und sich vielleicht aus seinem Alltag rausnimmt.

00:08:52: War das vielleicht auch ein Stück weit gesellschaftlich?

00:08:54: Respektierter wird, als wenn man sagt na hier Person x y von meiner Freundin der Mann ist gestorben ich nach der Beerdigung ne.

00:09:01: Ich bleibe bis noch zu Hause oder so mich bin so betroffen.

00:09:04: Wenn du das kurz nach dem Unfall sagst also dann ist es glaube ich was heißt nach dem unfall kurz nachdem Ereignis kurz nach den Verlust sagt es ist glaube ich gesellschaftlich noch ein bisschen respektierte als später kann ich mir vorstellen Zwingen kündigt.

00:09:14: ganz gut dass du das unterteilt hast in diese zwei Phasen Aber gibt Sinn.

00:09:19: Die Akkutsituation ist ja für einen selber auch noch mal anders als langfristig.

00:09:25: Ich kann jetzt nur von mir ausgehen, aber man ist schon in so einer Schockstarre und kann nicht so richtig ... Also ich weiß auch nicht, ob ich damals überhaupt was gefühlt habe.

00:09:35: Das hat sich eher angefühlt nachhinein wie eine depressive Phase weil ich hab eigentlich gar nichts gefühelt.

00:09:40: Ja, das ist der

00:09:42: Schock!

00:09:43: Und dann geht es ja auch direkt weiter, wie du sagst So ein Wendepunkt ist ja dann die Beerdigung, also erst mal der ganze Schock.

00:09:49: Und dann je nachdem wie schnell so was auch geht kann es ja ein paar Wochen dauern bis da eine Beerdigung ist und in der Zeit hat man irgendwie auf allen Seiten Verständnis und hat Menschen um sich und ist irgendwie auch nie allein mit diesem Schock.

00:10:01: aber man kommt auch... Also ich weiß auch nicht für mich ist das im Nachhinein wie so eine Blase.

00:10:05: Ich kann mich gar nicht mehr so im Detail daran erinnern.

00:10:07: und wenn dann die beerdigung kommt Dann geht das langsam eigentlich erst so richtig los Wenn alle wieder einen Alltag schlüpfen Natürlich auch mit Trauer, je nachdem wie man zu der Person gestanden hat.

00:10:18: Natürlich ist immer noch traurend im Umfeld aber man schlüpft trotzdem wieder in seinen Alltag und für dich selber als Betroffene geht ein komplett neuer Alltag los.

00:10:26: du lernst das ja alles... dass ihr wie komplett neu das Leben lernen weil es nicht mehr in der Form existent ist vorher war.

00:10:35: wir können jetzt einfach mal so drauf losquatschen was in der Akutphase am besten geholfen hat.

00:10:40: Ja

00:10:41: Es ist sowieso super individuell.

00:10:43: Jeder geht anders mit um, also auch jeder Betroffenehr.

00:10:48: Gebt anders damit um und von jedem ist ja der Alltag auch anders.

00:10:52: Hast du Kinder?

00:10:52: Hast du keine Kinder?

00:10:53: Wohnst du in einem Haus?

00:10:54: Wohnst du da statt?

00:10:55: Wohnste in einer Wohnung?

00:10:56: Wohnest du zur Miete oder wohnst du im Eigenheim?

00:10:59: Das hat ja alles einen Ratenschwanz hinter sich!

00:11:01: Also wenn du was zum Beispiel gekauft hast wo ein Riesenschuldenberg dahinter ist, kannst du den überhaupt nur selber halten oder musst du verkaufen?

00:11:08: jetzt nur als eines dieser Beispiele was es so individuell macht Ist das Kinder in der Schule oder ist es im Kindergarten?

00:11:15: Macht auch einen Unterschied, weil in die Schule muss es weiterhin gehen.

00:11:17: Die bekommen ja eine Woche lang frei nur an Anführungszeichen bei Mutter und Vater gestorben sind.

00:11:22: Aber es ist ein Kindergarden kannst du selber wählen!

00:11:24: Und so ist auch diese ganze Bürokratie... Ich meine, es gibt viele Dinge, die für alle gleich sind wie Antrag von Wittwin-Renten wobei bekommt ja auch nicht jeder.

00:11:31: Also es ist so individuell.

00:11:32: aber egal was es ist am Ende des Tages muss man komplett einmal sich den Alltag und das Leben von der betroffenen Person, sich im Detail vorstellen.

00:11:41: Und einfach sagen okay wo sind Anknüpfungspunkte wo ich helfen kann?

00:11:44: Also ich finde auch ganz wichtig natürlich und das hast du gerade schon gesagt ist individuell aber auch aus der Sicht von Trauernde.

00:11:50: nicht jeder Trauerende braucht dass gleiche.

00:11:52: also ich find halt immer ganz wichtig es hat wirklich Kommunikation.

00:11:55: wir können jetzt natürlich nur davon sprechen was uns geholfen hat Aber es trifft natürlich nicht auf jeden zu.

00:12:00: Es gibt nämlich auch Menschen, die zum Beispiel gar nicht angesprochen werden wollen.

00:12:08: Die wirklich für sich sein wollen und die nicht auf den Verlust angesprochen haben.

00:12:14: Wenn wir bereit sind und das gar nicht wollen und dann wiederum gibt es halt andere Menschen, so war ich

00:12:19: z.B.,

00:12:19: die darauf angesprochen worden waren weil ich über meinen Verstorbenen sprechen möchte.

00:12:22: Das ist so individuell!

00:12:24: Dann wollen wir euch jetzt nicht abschrecken von.

00:12:25: aber Kommunikation ist ganz wichtig fragt immer, also fragen und sagen auch Unsicherheiten äußern.

00:12:33: Das ist wirklich, finde ich ganz oben das aller-allerwichtigste was ihr machen könnt als Angehörige oder als Freund, als Bekannter.

00:12:40: Fragt und kommuniziert untereinander weil es einfach so individuell ist.

00:12:44: man kann jetzt nicht von nehmen ein auf den anderen schließen.

00:12:47: jeder trauernde ist anders jeder geht anders damit um jeder hat andere bedürfnisse merke Ich auch in meinem familiären kreis.

00:12:53: Es gibt auch wie es gibt so viele unterschiedliche wege in meiner Familie Wie mit dem Verlustverband umgegangen wird.

00:12:59: Es gibt keine richtig und keinen falsch.

00:13:00: Und deswegen macht es vielleicht für Außenstehende oder für Angehörige dann auch noch etwas schwerer, weil man das vielleicht nicht so einschätzen kann.

00:13:07: Deswegen sprecht die Leute und traut euch diese Person wirklich anzusprechen und zu fragen.

00:13:14: Bei mir war das nämlich auch so dass ich vielheit aber nicht kommuniziert wurde.

00:13:18: Das ist ganz wichtig.

00:13:19: Voll!

00:13:20: Genauso individuell wie der Alltag von jedem einzelnen ist, genauso individuell ist der Umgang damit Und manche können es dann vielleicht auch nicht so sagen, bei manchen muss man mehr hinterher sein.

00:13:29: Ich glaube das ist auch einfach ein Ausprobieren geht da auf gar keinen Fall von euch selber aus und geht auch nicht davon aus dass die Person darauf jetzt vielleicht zu reagiert wie ihr sie bisher gekannt hattet, dass man sagen kann okay sie hätte ich jetzt eigentlich ganz anders eingeschätzt.

00:13:40: also ich finde dass ich in manchen Punkten auch ganz anders reagiert habe oder mich verhalten habe bis heute als ich eigentlich jemals gedacht hab dass ich's machen würde.

00:13:49: Aber diese Trauer verändert ein, oder was heißt verändert ein?

00:13:53: Das auch natürlich.

00:13:54: Aber dieses eigene Verhalten so immens das kann man vorher gar nicht einschätzen.

00:13:58: ich glaube dass wie du sagst Kommunikation und vielleicht auch einfach ausprobieren.

00:14:03: Vielleicht was auch im ersten Moment nicht gut tut.

00:14:05: Vielleicht tut es in dem Jahr gut.

00:14:06: also das ist wirklich schwierig aber bleibt auf jeden Fall am Ball

00:14:10: absolut.

00:14:12: Also bei mir ist auch so Dinge, die früher ... Ich dachte nee.

00:14:15: Würden wir heute oder helfen wir heute?

00:14:17: Das kann sich auch verändern über die Jahre und Trauer vergeht ja nicht.

00:14:21: Es ist ganz wichtig was du gerade gesagt hast.

00:14:23: Okay ich hab mir ein paar Notizen auch gemacht bevor ich dann nämlich irgendwas vergesse.

00:14:27: also ganz wichtig in der akutphase

00:14:29: ist

00:14:30: Präsenz zeigen und zuhören aber nicht die trauereparieren wollen.

00:14:35: es hilft nix irgendetwas Schönes zu sagen, dass immer wieder bei irgendwelchen Plattitüten von wegen er hätte nicht gewollt, dass du traurig bist.

00:14:42: Da gibt es ja einige davon.

00:14:44: Also man muss hier nichts reparieren und man muss auch nicht schön reden oder so.

00:14:47: ich glaube wir neigen schon sehr oft dazu auch beim Umgang mit den Kindern.

00:14:52: das geht jetzt gar nicht um Trauern die Kinder sondern generell zu sagen ist doch nicht so schlimm.

00:14:56: hast ihr wehgetan?

00:14:56: Ist nicht so Schlimm.

00:14:57: also man spricht ja dann im anderen Menschen das schon ab selber beurteilen zu können ob etwas schlimmes oder Nicht Es ist schlimm Und wie lang so was für einen persönlich auch schlimm bleibt, als Trauerndel bleibt einem immer selber überlassen.

00:15:09: Also das ist nicht in eurem Ermessen wann es da jetzt mal gut?

00:15:13: Weil ich das ist etwas... Da komme ich jetzt gleich zu der langfristigen Phase.

00:15:16: wir wollten sehr so ein bisschen unterscheiden.

00:15:18: Das entscheidet nicht ihr und da gibt's auch keinerlei.

00:15:22: also die Gesellschaft neigt ja schon manchmal dazu zu sagen Ist jetzt auch gut und das ist definitiv nicht!

00:15:28: Was auf jeden Fall wichtig ist Präsenz zeigen und zuhören auch wenn die Person vielleicht gar nicht in dem Moment sprechen will.

00:15:34: Wie du sagst, Kommunikation fragt einfach was brauchst du?

00:15:38: Manche wissen es nicht was sie brauchen.

00:15:39: hier könnt auch einfach mal da sein.

00:15:41: ihr könnt auch Einfach Mal Was Vorbeibringen.

00:15:43: Ihr müsst auch jedes Mal mit einem Gespräch das koppeln.

00:15:45: im Gegenteil manchmal will man gar Nichts sprechen aber profitiert vielleicht doch davon wenn jemand einem keine Ahnung Blümchen oder IrGendwie etwas Brauchbares vor die Tür liegt dann lasst sämtliche gefühle zu.

00:15:57: Ich habe das vor allem bei meinem Kind festgestellt Aber Auch Bei mir.

00:16:00: Phasenweise Trauer ist nicht unbedingt Traurigkeit.

00:16:04: Trauer kann auch extrem starke Wut sein oder Verzweiflung, oder Angstzustände hervorrufen.

00:16:11: also es ist nicht immer der Klassiker dass jemand der trauert jetzt unbedingt weint und traurig ist sondern es können auch andere Emotionen extrem stark hervortreten.

00:16:19: bei mir war's wie gesagt die Wut beim meinem Sohn dann konkrete aktive Hilfe dieses Nicht was kann ich tun?

00:16:27: Sondern direkt irgendwie.

00:16:28: das meinte ich mit Alltag.

00:16:30: In meinem Fall war es damals, ich hatte dieses Einfamilienhaus auf dem Land.

00:16:34: Wir hatten einen großen Garten ... Wenn der Nachbar gesehen hat und der Rasen wächst und wächst, dann hat er ihn einfach mitgemäht.

00:16:41: Das meine ich damit!

00:16:42: Das sind halt einfach so Hilfsangebote.

00:16:44: Ich werde niemals auf den Gedanken kommen zu meinen Nachbarn zu gehen und sagen ... Selbst wenn der mich gefragt hat, sagt Bescheid, wenn du was brauchst oder kann ich dir irgendwie helfen?

00:16:53: Ich hätte ja nicht gesagt, kannst du mir bitte mein Rasen mähen?

00:16:55: Das hätte ich nett gemacht.

00:16:56: Nee eben...

00:16:57: Genau.

00:16:58: Und das hat aber trotzdem so.

00:17:00: zum Beispiel viele Schlagen immer vor Kinder abholen, ich finde es ist immer oder mit den Kindern was unternehmen, das finde ich immer nur bedingt gut

00:17:07: ja

00:17:08: weil das Kind ist ja auch betroffen.

00:17:10: Ja

00:17:11: Das war das was bei mir am wenigsten funktioniert hätte weil meine Kinder ja auch den Tod ihres Vaters mitbekommen haben logischerweise und entsprechend extrem auf mich fixiert waren

00:17:21: Ja.

00:17:21: Was

00:17:21: ja logisch ist, da einfach zu sagen ich nehme die Kinder mal mit das ist nicht so einfach.

00:17:26: wenn du das davor paar Jahre schon gemacht hast dann ist es glaube wie einfacher.

00:17:28: meine Eltern konnten jetzt meine Söhne nach wie vor abholen weil sie's vorher schon gemacht haben.

00:17:33: aber wenn du da jetzt irgendwie das meinst als gute Freunde ich hatte den das angeboten nämlich öfter was soll immer deine kinder mal mitnehmen und so das werden die

00:17:40: machen das macht man.

00:17:41: eine tochter ja heute in anführungsstrichen noch nicht weil sie war ja damals auch noch sehr klein als ihr papa gestorben ist und da war das nämlich so.

00:17:49: sie war halt nur mit ihr also uns zusammen und in der Kita.

00:17:52: Und sonst halt nirgends anders oder so, das ist auch heute immer noch so dass sie ohne mich... Also außer in die Kita natürlich!

00:17:57: Das klappt Gott sei Dank sehr gut.

00:17:59: aber dass sie ohne mich nirgendwo hingeht.

00:18:00: also wenn mein Papa sagt dann komm ich hole dich ab wir fahren Fahrrad ja Mama kommt aber mit oder so?

00:18:04: Ja okay oder wir fahren da in denen den Park ja Mama Kommt Aber Mit Oder So.

00:18:07: Ich muss überall dabei sein und dass dieses.. Ich weiß immer dass es lieb gemeint ist Und ich werde auch immer ganz oft immer noch gefragt, ob sie nicht mal die Kleine abholen sollen.

00:18:17: Dann meine ich so ja aber ich muss mitkommen und das ist... Ich möchte auch nicht dass mein Kind da irgendwie dann brüllend mitfährt nur damit ich zu Hause mal die Umarur haben auf gar keinen Fall.

00:18:24: Da fahre ich natürlich mit oder wir machen es dann halt nicht je nachdem wie es meine Zeit zulässt.

00:18:28: Aber ich muss überall dabei sein.

00:18:30: Das ist was ich weiß, dass es immer nett ist und dass es auch eine Hilfe sein kann.

00:18:34: Aber auch da muss man natürlich schauen passt die Hilfe auch zu der Person?

00:18:38: also bei mir zum Beispiel wäre das jetzt keine Hilfe.

00:18:41: Was man so ist, sie wird mal abgeholt und dann geht es hier in der Nähe auf den Spielplatz so nach halb Stunden.

00:18:46: Dann will sie aber auch nach Hause zu Mama oder so, aber auch nur von bestimmten Personen.

00:18:49: also meine Mama und mein Papa können das machen und meine Schwestern.

00:18:52: Aber das war's dann auch.

00:18:53: Also sie braucht da ganz viel Sicherheit und dass es auch okay, dass das so ist.

00:18:56: Ich finde solche anderen Sachen wie mit dem Rasenmähen mir hat auch sehr geholfen Essen zu kochen Und mir zu bringen, Mama hat immer Essen gekocht.

00:19:03: Sie hat doch gar nicht mehr gefragt und sie hat gekochnet was willst du essen?

00:19:06: oder so.

00:19:07: Da wusste ich mal gar nicht, ob ich keine Ahnung weiß, was ich essen will.

00:19:09: Hat sie einfach gekocht zu Hause, mir ein Tupperdosen was mitgebracht.

00:19:12: Und ich hatte dann für zwei Tage wieder etwas zu essen und das hat wirklich ... Das hat mir so gut getan weil ich auch gerade in dieser akuten Phase ... Ich konnte nicht einkaufen gehen, geschweige denn kochen oder sowas.

00:19:21: Meine Freundin in Lasagne gemacht hat, hat sie vor die Tür gestellt Nachbarn, die gekoacht haben und sowas.

00:19:27: Also solche Sachen, solche praktischen Sachen.

00:19:29: Mama ist auch den für mich Einkaufung gefahren.

00:19:30: Sie meint ja schick mir ein paar Whatsapp deine Einkaufsliste Wenn ich nächstes Mal komm' ich bring dir das damit was du brauchst und sowwas.

00:19:36: So.

00:19:36: jetzt macht's ihr auch heute immer noch auch heute immer noch Essen mit und so, also jetzt drei Jahre später ist aber noch.

00:19:42: Ja ich komm dann und dann schick mal deine Liste ein paar WhatsApp.

00:19:44: was brauchst du?

00:19:45: Ich geh da und da einkaufen oder hier.

00:19:46: soll ich dir noch hier davon etwas mitbringen wenn ich möchte zu das essen und so... Oder wir sind dann zum Mittag eingeladen.

00:19:51: auch bei meinen Schwiegereltern sind wir oft zum Mittage eingeladen.

00:19:53: solche Sachen haben mir viel geholfen, solche praktischen Dinge die wie du sagst jetzt nichts mit einer Emotion zu tun haben sondern einfach die wirklich für mich eine Unterstützung waren weil ich da Hilfe gebraucht habe.

00:20:03: oder auch mein Papa Der, wenn er hier ist Sachen an Bord bei mir oder der halt meine ganzen Kartons.

00:20:07: Ich habe ja immer durch meinen Job viele Pakete.

00:20:10: viel Altpapier und das kann ich nicht in den Müll schmeißen, sonst killen mich meine Nachbarn.

00:20:14: Und ich schaff's dann halt auch immer nichts ins Alpapiert zu bringen oder zum Wertstoff hochzufahren oder auch mein Keller der total aussieht wie sonst was.

00:20:20: Da kommt Papa dann und rümpelt da aus nimmt Sachen mit repariert bringt die Kartons weg und sowas.

00:20:25: Das hilft mir unheimlich.

00:20:27: doll solche solche praktischen Dinge.

00:20:29: oder auch Papa der denn mein Auto mal wäscht und sauber macht und saug weil ich das einfach nicht komme und das nicht so kann und so.

00:20:36: Sowas hilft mir und dann wird ihn auch nicht gefragt soll ich es machen?

00:20:39: Ich komme dann, ich nehme die Pakete mit oder Auto waschen.

00:20:44: Ich bin mittlerweile auch so weit, weil ich keine Hilfe ganz schwer annehme, aber ich bin mittlerweile soweit, dass ich fragen kann, hey, Papa hier, mein Auto ist dreckig.

00:20:50: Kannst du mal waschen und so?

00:20:52: Dann wird das gemacht.

00:20:54: Das hilft mir ganz enorm immer noch drei Jahre später.

00:20:57: Was praktisch ist im Alltag unterstützt, weil wenn du jetzt alleinerziehend bist, verwittelt mit Kindern ... Haustiere haben wir ja auch noch.

00:21:05: Deine Zeit, meine Ressourcen sind einfach begrenzt und ich merke an jeder Ecke das halt mein Mann fehlt.

00:21:10: Und dann ist es für mich unheimlich wertvoll Menschen zu haben, meine Familie insbesondere zu haben die genau an der Stelle unterstützen.

00:21:18: oder auch meine Schwester hat denn tatsächlich bei meiner Tochter ihre Nichte mal mit in den Wildpark genommen oder sowas.

00:21:23: Das hat dann auch gut funktioniert.

00:21:25: also so was hilft dann schon sehr

00:21:27: Voll.

00:21:28: Und ich glaube, was du sagst auch mit den Kindern?

00:21:30: Wenn das vorher schon eine bestimmte Freundin regelmäßig gemacht hat dann kann sie es auch weiterhin machen.

00:21:35: aber damit starten ist das ein ungünstiger Moment und ich glaube dass gerade das Thema Kinder- und Kinderbetreuung in den meisten Fällen wahrscheinlich einfach hinter Familie bleibt.

00:21:44: also bei mir ist es ja genauso wie bei dir Der restliche Alltag kann ja so lästig sein.

00:21:48: So wie du gesagt hast, ich fand das Beispiel mit dem Auto auch gut.

00:21:51: Ich hab immer jemanden in der Familie, bei mir jetzt in der Family, aber das könnte auch jemand aus einem Freundeskreis übernehmen, der mein Auto mehr oder weniger im Blick hat.

00:21:57: Der weiß okay, Inspektion ist fertig und so ... Ich hab die groben Daten, ich hab's auch im Blick, aber man weiß ja selber was es dann bedeutet, da muss es dahin.

00:22:05: Für mich ist wichtig, dass ich weiß, wen ich als Ansprechpartner habe.

00:22:09: Es gibt jetzt Holger nicht mehr, der sich um bestimmte Dinge kümmert in unserem Alltag, zehn kleine Holgers für die verschiedenen Baustellen und kann mich dann da hinwenden.

00:22:20: Aber das finde ich zum Beispiel auch ganz cool, wenn man sich z.B.

00:22:22: als Freundeskreis... Wenn man es jetzt zwar nicht um die Kinder kümmern kann aber was man natürlich immer machen kann ist gemeinsam eine WhatsApp-Gruppe miteinander zu gründen.

00:22:30: Das muss ja nicht mal vielleicht mit der betroffenen Person oder vielleicht auch ohne wo man sich gegenseitig ein bisschen miteinander organisiert wer was übernehmen könnte.

00:22:38: Und da ist es eben cool, wenn man sich gemeinsam den Alltag so ein bisschen anschaut.

00:22:42: Wir müssen Mülltonnen regelmäßig rausgebracht werden, weil da gibt's ja auch diese Abholtermine, die ist das wirklich immer ein bisschen zu mitdenken!

00:22:50: Was is an Wochenenden?

00:22:51: Was is in

00:22:51: Ferien?!

00:22:52: Da kann man wirklich – wenn man selber einen Ausflug macht auf irgendwie, keine Ahnung, zu einer Sommerrodelbahn….

00:22:57: Ich nehme ein Beispiel einfach kurz eine WhatsApp, wir fahren am Samstag zur Sommerrodlbahn, habt ihr Lust mitzukommen?

00:23:02: Dann kann die Betroffene sagen, nee geht nicht.

00:23:04: Weil man sich vielleicht gar nicht nachfühlt, keine Zeit hat oder was so immer.

00:23:07: Aber es wird für einen ein bisschen mitgedacht.

00:23:10: Ich merk's jetzt, weil's auch grade so akut ist mit Ferienzeit?

00:23:14: Es is schon krass, alleine mit den zwei Kids ständig das Ferienprogramm zu stemmen!

00:23:19: Ich machs schon und bin dran gewöhnt.

00:23:21: Meine sind keine Minizwerge mehr, ich komm klar aber es macht ja trotzdem mehr Spaß und ist entspannter wenn andere Erwachsene dabei sind.

00:23:29: Und dass man da einfach mal so ein bisschen mitten denkt... Was ich ja auch so krass, das ist für mich so ein Riesenthema gewesen.

00:23:35: Ist dieser ganze bürokratische Scheiß... Das tut mir leid für den Ausdruck am Anfang.

00:23:39: Das hat mich stunden... Das reicht nicht!

00:23:41: ...Tagewochen meines Lebens gekostet, mich da allein durchzuwühlen was man wann braucht wo beantragen muss was es noch gibt und so weiter.

00:23:52: und dessen mit dem Hirn einer Frisch verwittwitten Person, die irgendwie nur gar nicht irgendwie ... Also man hat ja da nicht irgendwie hundertprozentige Denkleistung in dem Moment.

00:24:02: Selbst wenn ich hundert prozent gehabt hätte, wäre es immer noch schwierig gewesen.

00:24:06: Aber wenn man da Leute zum Beispiel im Freundeskreis hatte... Ich habe jetzt auf Anhieb fallen mit zwei Personen und drei Personen ein, die bei mir in meinem Freundes- oder Bekanntenkreis bei einem Amt arbeiten.

00:24:16: Es muss ja nicht mal das Amt sein, dass man braucht aber sie kennen schon bisschen diese Formulare.

00:24:24: Man muss als Betroffene nicht alles selber machen.

00:24:26: Du musst zwar am Ende des Tages selbst bei einer Antrag von der Witwenn-Rente was das Einzige, was du als Betroffenen am Schluss machen musst ist eigentlich zu unterschreiben aber alles vorher kann man dir eigentlich schon sehr viel abnehmen und sagen okay pass auf, du brauchst folgende Unterlagen ich komm morgen Nachmittag und wir gehen gemeinsam durch Wir brauchen dies, das und dann geht man gemeinsam diese Unterlagen durch.

00:24:47: Sonst schiebt man das immer wieder auf.

00:24:49: Das sind ja so Themen.

00:24:50: also mir ging es so Dass ich für so was ... Man kann schon sagen, morgen hätte ich mal dreieinhalb Stunden Zeit, wo ich mich um sowas kümmern kann.

00:24:57: Die hast du ja eigentlich gar nicht so richtig.

00:25:00: Da war ich tatsächlich ein bisschen anders?

00:25:01: Das hat bei mir gut funktioniert.

00:25:03: Ich hab das ja glaub ich zwei Monate ... Ja, es war November drei und zwanzig.

00:25:08: Dadurch dass ich damals schon selbstständig war und da auch relativ flexibel war... Und da auch viel Zeit hatte, konnte ich jetzt mit unterbringen.

00:25:14: die Kleine waren in der Kita und dann hatte ich da so ein Telefonterminier für die Wettfremde zum Beispiel.

00:25:19: Und ich konnte das ganz gut alles organisieren.

00:25:21: aber das ist immer typabhängig.

00:25:24: Ich bin so ein Typ, ich mach sowas dann lieber selber und habe das dann alles angeleiert und so und das hat bei mich gut funktioniert ist das super wertvoll, wenn du Menschen hast, die dich da unterstützen.

00:25:34: Gerade wenn du selbst nicht auf die Kette kriegst was total okay ist oder wenn du einfach die Zeit auch nicht findest weil du vielleicht auch selbst so in deiner Trauer noch... Also was es noch drin ist immer noch akute Phase ja teilweise sogar wenn du diesen Antrag stellst.

00:25:48: Es geht beides und das ist wieder das was du ganz zu Anfang gesagt hattest man musste auch selbst schauen wo braucht man Hilfe?

00:25:55: Wo nicht?

00:25:56: ich brauche da jetzt keine Hilfe.

00:25:57: Ich hatte zwei Mama die schon paar Sachen rausgesucht hat aber ansonsten habe kriegt, dafür habe ich halt das Kochen nicht hingekriegt zum Beispiel und das Einkaufen nicht.

00:26:04: Und brauchte da dann Hilfe?

00:26:05: Das ist halt... Das ist halt dieses Individuelle.

00:26:08: Nicht jeder Trauerende ist gleich, nicht jeder braucht überall gleich Hilfe.

00:26:11: Jeder Alltag funktioniert ja auch anders.

00:26:13: Ich konnte damals auch die Kleine wurde dann oft von der Kita abgeholt für meine Mama und meiner Schwester an der Mani auf dem Spielplatz.

00:26:18: Das hat mir ganz viel schon gebracht und geholfen.

00:26:20: dann war das da einfach noch damals unser Alltag so funktioniert.

00:26:23: Heute ist es ein bisschen anders weil wir jetzt weiter weg wohnen von der kita Und dass halt nicht immer einfach so mal eben um die Ecke ist und zu Fuß oder so.

00:26:30: Dafür helfen jetzt andere Sachen.

00:26:31: dafür wird jetzt bei uns zum Beispiel der Hund öfter mal abgenommen wenn Termine sind bei dir jetzt nicht mehr alleine bleiben was vor drei Jahren noch ging, als der Unfall ganz frisch passiert ist.

00:26:40: Das ändert sich ja auch alles.

00:26:42: Da sollte man immer so einen Blick drauf haben und zu gucken.

00:26:44: Und da muss ich echt sagen, dass mein Umfeld, also meine Familie das sehr gut im Blick hat.

00:26:49: Vor allem meine Mutter, die ist da sehr engagiert und weiß teilweise auch noch Sachen.

00:26:53: Da hab' ich sie mal vor Wochen gefragt ob sie an dem Tag kommen könnte weil ich dann einen Termin wieder habe.

00:26:57: Das trägt die sich ein.

00:26:58: Dann, Karo, ich komm' dann morgen!

00:27:00: Ich sag', wie's morgen?

00:27:00: Was denn, was is' den

00:27:01: Morgen?".

00:27:01: Ich doch, ist doch den

00:27:02: Termin.".

00:27:03: Ja, so, ja

00:27:03: stimmt!".

00:27:05: sehr engagiert und weiß hinterher immer schon Bescheid.

00:27:07: Und hat dann immer eingekauft, hier und das noch gemacht.

00:27:09: Dann hat sie noch ein Puzzle für die Kleine mit, dass sie irgendwas spielen können so... Das tut mir auch ganz gut!

00:27:15: Weil ich auch mir viel, was auch ganz schwer da so vertrauen zu haben, dass das funktioniert gerade weil die kleine damals noch sehr klein war.

00:27:24: Ich glaube wenn man ältere Kinder hat ist es vielleicht noch ein bisschen etwas anderes aber die war halt damals doch sehr klein.

00:27:29: und ja also ich finde es darf sich auch verändern Die Hilfe, die man braucht und das Umfeld soll es auch im Blick haben.

00:27:38: Ich finde das mit der WhatsApp-Gruppe auch total schön ist eine schöne Idee.

00:27:42: Ja weil dann kann man sich auseinander austauschen.

00:27:45: wir haben ich habe sowas in meinem Freundeskreis in so Miniform da haben sie ja das hab ich schon mal erzählt im Podcast haben sich zwei Freunde von mir zusammen getan also beide Familienväter.

00:27:53: die haben sich zusammengetan für so... Alles was so mit Handwerk, Sachen aufbauen und so.

00:27:59: Da bin ich aber auch mit drin in dem Fall da jetzt mit drinnen und dann weiß ich aber... Und das hilft ja schon!

00:28:03: Ich weiß wenn ich nächste Woche endlich vielleicht mal jetzt gucke ich mich gerade zu um nachdem ich zwei Jahre jetzt hier wohne immer noch keine S-Zimmerlampe.

00:28:11: Ich weiß aber nächste Woche wenn ich die jetzt kaufe beispielsweise weiss ich an wen ich mich wenden muss und es ist ja schon mein Tab weniger weil sonst wäre's schon wieder so oh wer macht mir denn dann die hoch?

00:28:21: Ach das komme ich wieder schaffe ich wieder nicht.

00:28:24: Das kann ich auch nicht machen.

00:28:27: So weiß ich, okay?

00:28:29: Ich geb das dann in die WhatsApp-Gruppe

00:28:30: rein!

00:28:31: Und die finden einen Termin.

00:28:33: Die sprechen sich untereinander ab und sagen, wir kommen da und da!

00:28:36: Das ist toll...

00:28:38: Da kannst du ja theoretisch wenn sich das so ein Freundeskreis zusammen tut, dann kannst du es für alles Mögliche machen.

00:28:43: Du kannst sagen ich gehe sowieso immer samstags zu Rewe.

00:28:47: Ich übernehme den Samstagseinkauf ab sofort oder wir gehen immer dort hin zum Wasserspielplatz im Sommer.

00:28:56: Wir fragen einfach jetzt jedes Mal kommt ihr mit?

00:28:59: Das meine ich mit einfach, die Familie im Blick haben und im Blick behalten bei allem was man selber so tut.

00:29:08: Und da muss man sich oft auch kein Bein ausreisen wenn man für sich selber Lasagne kocht wie das jetzt bei deiner Nachbarin war glaube ich war oder bei Deiner Freundin Dann koche ich eine lasagne mit Ich stelle sie vor die Tür, ich kenne niemanden der ne lasagne ablehnen würde.

00:29:22: Ich freue mich jedes Mal, wenn jemand sagt hey was machst du denn mit den Jungs in den Ferien?

00:29:26: Wir haben vor irgendwie einen Kletterpark zu gehen am Samstag.

00:29:29: Hast Du Lust?

00:29:30: Ja natürlich!

00:29:31: Selbst wenn ich an dem Samstag schon etwas vor habe das sie zum Beispiel nur umbuchen könnte dann denke ich mal okay dann mache ich das und das mit dem Sonntag weil dann freuen die sich ja riesig wenn wir am samstag mit denen gemeinsam was machen oder so halt einfach immer im Blick bereiten.

00:29:42: und sowas darf auch gerne langfristig bleiben.

00:29:45: weil da wiederhole ich mich gern Ihr habt das kleinere Problem.

00:29:49: Als Angehörige, als Umfeld, ihr habt es kleinere Probleme.

00:29:52: Es ist nur Smithdenk, ich weiß ... dann muss man sich das irgendwie aufschauen.

00:29:57: Aber wir haben als Betroffene wirklich mit so vielen Dämonen auch zu kämpfen, sag ich jetzt mal alles was und diese ganze Gefühle die man da ja auch durchmacht und diese Zweifel und diese Ängste mit denen wir zu kämpfen haben.

00:30:11: im Endeffekt hat's das Umfeld leichter weil sie mit ihrem Alltag weitermachen können in Anführungszeichen nur mitzudenken für eine Familie.

00:30:20: Das funktioniert auch nicht immer und das muss auch keiner perfekt machen, oder ihr müsst jetzt auch nicht bei jedem Familienurlaub die mitnehmen oder sowas.

00:30:28: Aber wenn wir halt einfach mal immer wieder mal fragt hey was macht ihr denn da?

00:30:32: Und vielleicht sollen wir zusammen...das hilft total im Winter!

00:30:36: Wir gehen rodeln kommt ihr mit.

00:30:38: Das ist einfach, finde ich.

00:30:41: Ich dran denken ist vielleicht manchmal ein bisschen man vergisst natürlich dann auch so aber Das find ich schon ziemlich cool.

00:30:46: Das sind wir dann auch bei den langfristigen Sachen, jetzt haben wir viel schon genannt und ich muss mal kurz ... Ich muss immer wieder ein bisschen spicken?

00:30:51: Ja das zum Beispiel!

00:30:53: Ganz wichtig ist klar am Anfang auch aber auch langfristig, da lassen viele langfristige nach es immer wieder über die Person auch zu sprechen.

00:31:00: also ich finde nichts schöner als wenn ich zum Beispiel mein älterer Sohn war neulich auf dem Kindergeburtstag Und da hat der Vater oder beziehungsweise die Familie nicht nur der Vater Die Familie hat damals nachdem Holger gestorben irgendwann mal, da ging es dann darum auch das Haus auszuräumen als der Umzug war und so.

00:31:19: Und den habe ich damals den Grill Holger hatte, so ein riesen Grill weil er natürlich voll Fan von war.

00:31:25: alles was mit Grillen zu tun hat war ja mega fan und nicht alt.

00:31:30: Das war relativ neu alles, weil wir sind dann das Haus eingezogen.

00:31:34: Dann hat er vielleicht ein halbes Jahr später gekauft und dann war dann ja später schon krank.

00:31:37: also es war wirklich nicht all das mit Pizza, Ofen und allem Pipapo.

00:31:41: Und was soll ich damit?

00:31:42: Ich wusste genau dass ich das alleine mache und vor allem wenn ich mich jetzt eh verkleiner dann hatte gar keinen Platz mehr und ich nutze es auch nicht!

00:31:49: Und dann habe ich das damals der Familie eben verkauft.

00:31:53: die haben sich so drüber gefreut.

00:31:56: Ja, wie soll ich sagen?

00:31:57: Der hatte es in Holger's Namen auch weitergeführt.

00:31:59: Der grillt einfach genauso gern.

00:32:01: und jetzt haben wir fast vier Jahre später oder zusammen vier Jahre später Und das ist immer noch so dass habe ich neulich meinen älteren Sohn dort abgeholt von dem Kindergeburtstag und der Papa hat halt irgendwie gerade mit da irgendwie ein paar Würstchen für die Kids gegrillt und hat gesagt Schau!

00:32:17: Holger ist auch wieder dabei.

00:32:19: Oh ja

00:32:20: Also er hat mir halt einfach erzählt, dass er jedes Mal wenn er den Grill benutzt macht er auch ein Bier auf den Holger auf und so.

00:32:26: Das ist toll!

00:32:27: Das ist so süß, so eine nette Geste eigentlich

00:32:30: und es

00:32:30: gibt mir halt viel mehr als wenn man irgendwie immer versucht um diesen Namen so bisschen herumzuschleichen.

00:32:36: Ja eben dieses Trübersprechen finde ich ganz wichtig weil wir können keine neuen Erinnerungen mehr mit dieser Person... Wir haben halt nur unsere Erinnerungen, wie sie waren.

00:32:46: Und die möchten wir trotzdem mal irgendwie noch weitergeben.

00:32:48: Ich möchte ja trotzdem das irgendwo in den Herzen und in den Köpfen weiterlebt.

00:32:53: Deswegen finde ich es immer total schön wenn ich irgendwas erzählen kann oder dann werden auch meine Tochter drauf angesprochen wird, dass sie ihren Papa so ähnlich sieht.

00:33:00: Ich find mich freut das immer sehr.

00:33:02: Also ich find das persönlich ganz schön über ihn zu sprechen.

00:33:08: In unserem Leben ist er ja auch sehr präsent.

00:33:10: Aber dass ich merke, er ist in den Leben anderer noch präsente und das beruhigt mich als Ehefrau wahnsinnig.

00:33:17: Genau darum geht es mir auf.

00:33:18: wie du sagst wir denken sowieso sehr oft an ihn aber es ist schön wenn andere auch machen uns dann eben auch sagen

00:33:25: genau weil

00:33:25: das ist ja auch manchmal so ein falsches Bild was viele haben dass man uns dadurch verletzen kann.

00:33:31: also wenn

00:33:31: man den Namen ständig sagt Nee, mich auch nicht.

00:33:35: Aber es ist manchmal so ein Missverständnis, als ob man nicht sagt, weil man sich denkt, oh Gott jetzt hab ich da irgendwie eine Wunde aufgemacht aber lasst euch gesagt sein wir haben... Wir vergessen auch so nicht dass sie tot sind.

00:33:47: Also man darf gerne ihre Namen nennen.

00:33:51: Dann was ich auch ganz toll finde ist wichtige Daten im Kopf behalten.

00:33:55: also da bin ich selber sogar schlecht drinnen.

00:33:59: Ich find's immer wieder faszinierend, wenn mich an unserem Hochzeitstag oder auch an Holger's Todestag oder so, wenn mir Leute schreiben und sagen hey wie gehts dir heute?

00:34:08: Wie geht es dir damit?

00:34:08: und so.

00:34:09: Das

00:34:09: finde ich auch richtig ja!

00:34:11: Schon krass also... Es gibt da so ein Paar bei denen finde ich das jedes Jahr faszinement.

00:34:17: Die haben sich hundertprozentig aufgeschrieben.

00:34:18: aber allein das ist zu machen weil ich bin ja so'n alter Termin für Bummler.

00:34:24: Aber manche haben das total im Blick und schreiben dann auch und das finde ich total schön.

00:34:28: Ich hab das online schon gesehen in der Community, dass es auch verwirrliche Frauen gibt.

00:34:34: Ich weiß gar nicht ob es auch ruhiges Mamas sind aber halt junge Witten die tatsächlich dann aus ihrem Freundes oder Familien oder Bekarten kreist zum Beispiel am Hochzeitstag und noch Blumen geschickt bekommen.

00:34:41: Das finde ich auch total schön so was.

00:34:44: Persönlich habe ich das jetzt auch nicht.

00:34:47: Aber das finde ich ja

00:34:48: auch.

00:34:48: Ja, klar.

00:34:49: So ein Wink mit dem Soundfall

00:34:50: ist das?

00:34:51: Ich auch

00:34:52: nicht!

00:34:52: Aber das finde ich halt total schön... Man merkt einfach so es wird an einen gedacht weil ich finde gerade so Hochzeitstag ist ja auch wieder so'n Tag.

00:34:59: Es ist halt nur zwischen den Ehleuten hier.

00:35:02: aber wenn dann halt so Außenstehende Angehörige auch noch dran denken und einem so eine Freude machen zeigen hey ne er ist trotzdem präsent an eurem Hochzeitstag und so.. Ich find das total schön.

00:35:12: also ich persönlich finde das total Schönes ist ja wie gesagt jeder sieht das ja auch anders.

00:35:15: aber ich würde mich darüber sehr freuen.

00:35:25: Das fand ich auch sehr interessant, weil ich das so dachte.

00:35:28: Aber macht total Sinn und zwar die Gegenseitigkeit in der Freundschaft wieder zuzulassen.

00:35:33: Weil man will ja oft wenn man irgendwie das Gefühl hat man hat sich jetzt wieder einigermaßen gefangen dann will er ja genauso gut für seine Freunde da sein als Betroffene.

00:35:41: also jetzt in meinem Fall und so.

00:35:43: Und ich habe dann schon manchmal so festgestellt weißt du dass?

00:35:46: Also meine Freunde lassen es schon zu.

00:35:49: Aber es war am Anfang schon so ein bisschen so, nee das musst du jetzt nicht, ich frag dann die und die und so ein bissel als ob man mich noch schützen müsste.

00:35:56: aber ich fand's umso besser wenn ich jetzt zum Beispiel hat sich eine Freundin von mir letztes Jahr wurde die verlassen und inzwischen ist sie auch geschieden und so klar war sie mir gegenüber offen und hat mir erzählt was passiert ist.

00:36:07: aber trotzdem war sie so.

00:36:08: ne sie geht jetzt lieber mit ihr also mit einer anderen Freundin.

00:36:11: Sie will mich jetzt da jetzt auch nicht um Gottes Willen Das kannst ja nicht vergleichen Holger sehr gestorben Aber ich wollte für Sie da sein.

00:36:18: Irgendwann kommt der Moment, wo man sagt, ich will was zurückgeben und aktiv an Freundschaft teilnehmen.

00:36:24: Das darf man dann gern auch zulassen.

00:36:27: Da kann man wirklich der betroffenen Freund vertrauen ... Und einfach sagen, wir müssen uns nicht in Watte packen.

00:36:35: Das fand ich ganz cool!

00:36:38: Ja, finde ich auch, passend dazu ist.

00:36:40: aber zum Beispiel das ist ja jetzt so auf dieses längerfristige.

00:36:44: Ich hab tatsächlich, bei mir war das aber in der Akutphase muss ich sagen und da fand ich das so ein bisschen fehl am Platz.

00:36:50: Da war zum Beispiel nicht dieses dass ich von meiner Seite aus was machen wollte sondern da wurde quasi von der Gegenseite von mir erwartet dass sich quasi auch eine Freundin mit und quasi für deren Probleme auch dann bin was ja und ich finde es auch irgendwo logisch in der akut Phase wenn du gerade dein Mann verloren hast nicht funktioniert.

00:37:07: also das ist da auch nochmal diesen Bogen zuspannen dass man diese Gegenseitigkeit längerfristig, wenn das von dem Trauerenden auskommt.

00:37:16: auf jeden Fall wieder akzeptieren sollte.

00:37:18: Aber genauso ist es auch so, sollte man nicht diese Gegenseitigkeit darauf pochen gerade in der Akutphase weil das funktioniert nicht und da müssen wir gar nicht vergleichen mit dass es schlimmer und ich habe ja auch meine Probleme hier natürlich jeder Mensch hat seine Themen und seine Probleme das ist klar.

00:37:33: aber da ist ja ein mensch gestorben und das ist vielleicht denn noch mal einen Ticken härter würde ich behauptend als jetzt vielleicht ein anderes Problem ohne das problemes klein reden zu wollen Ich rede von der akutphase.

00:37:43: Da war das nämlich nicht so da konnte ich auch nicht die Freundin sein, wie es halt erwartet wurde.

00:37:50: Aber das ist auch einfach so und da stehe ich auch zu, dass das in dem Moment für mich nicht möglich wäre.

00:37:55: und ich finde auch, dass man das in dieser akuten Phase nicht erwarten sollte, dass derjenige, der trauert jetzt irgendwie nur für die persönlichen Probleme gerade oder die richtige Ansprechpartnerin ist.

00:38:05: Wollte ich noch mal kurz einwerfen?

00:38:08: Also versteh ich total und ich find's auch wirklich wenig empathisch von wem auch immer das war.

00:38:13: Ich find' zu sagen, nee ich möchte jetzt auch über meine Probleme sprechen oder so.

00:38:19: Ich mein jeder hat seine Probleme aber besonders in der Akutphase selbst wenn du für sie da sein wollen würdest du hast gar keine weder zeitlich emotionalen Kapazitäten.

00:38:28: Du hast gar keinen Kapaziten.

00:38:29: also ich hätte es nicht...

00:38:32: Da muss man sich halt einfach dann hinten anstellen als Angehöriger und nicht.

00:38:35: Also es wurde tatsächlich gesagt ja ich habe ja auch meine Themen und ich hätte dich da als Freundin gebraucht verstehe ich Das ist nicht machbar, wenn du einen Menschen verloren hast.

00:38:44: Plötzlich so jung in dieser Situation.

00:38:47: aber das ist nicht Machbar und ich würde auch soweit behaupten dass es bei niemandem machbar ist der ein Menschen gerade verloren hat wie auch immer Da kann man nicht mehr so sein, die Freundin sein.

00:38:56: Auch längerfristig ist es vielleicht auch schwierig, weil du einfach typabhängig nicht mehr den Kopf dafür hast.

00:39:01: Ich merke das ja auch.

00:39:02: ich habe nicht mehr Zeit dafür also allein schon so ein Zeitfaktor.

00:39:05: Ich kann nicht gerade nicht mehr die Freundinnen sein wie ich das noch vor dem Unfall war, weil ich auch einfach nichts mehr die Zeit dafür habe mich da jetzt so intensiv mit diesen Themen zu befassen, die meine Freundinnen vielleicht haben und dass aber auch okay.

00:39:16: Und ich finde es ist auch wichtig als Angehöriger, Ich glaube, es verändert sich ganz viel.

00:39:23: Zwischenmännische Beziehungen verändern sich mit diesem Verlust nicht nur für die Person selbst, sondern auch fürs Umfeld.

00:39:30: Dass Freundschaften vielleicht nicht mehr so intensiv gepflegt werden können wie vor dem Verluste war und das ist normal.

00:39:37: Damit muss man ... Es muss nicht der Fall sein?

00:39:40: Es ist nicht zwingend, dass das passiert aber es kann eben passieren einfordern, dass die Freundin dann so für einen da ist.

00:39:49: Weil es ist halt ein Verlust.

00:39:50: Es hat einfach wirklich das Schlimmste was dir passieren kann und da muss man sich dann tatsächlich auch mal ein Stück weit vielleicht auch den hinten anstellen mit seinen Themen an jemand anderen adressieren

00:40:01: Und es kann tatsächlich auch wirklich in die Jahre gehen.

00:40:03: Also das muss nicht mal nur in der Akutphase sein, also ich merke es ja von mir selbst wenn ich hier und da vielleicht wieder mehr zeitliche Kapazitäten hätte.

00:40:11: aber ich bin gar nicht so belastbar.

00:40:12: Auch wenn ich gerne mir die Probleme... Ich finde jetzt schon dass ich dieser Freundin die jetzt dann in der Scheidung steckte und so, ich find' schon dass sich die ganz gut begleiten konnte.

00:40:21: Also ich find's schon dass sie da recht präsent war.

00:40:25: Aber es gibt ja manche Probleme oder im Endeffekt ist auf trotzdem begrenzt!

00:40:30: Und manchmal hat man die Kapazitäten mehr, und manchmal hat es weniger.

00:40:34: Aber ich empfinde mich persönlich als nicht so belastbar.

00:40:38: Ich kann nicht mehr so viel annehmen von außen wie ich's früher konnte.

00:40:42: Ich fand das ich früher schon viel stemmen konnte aber da hatte auch ehrlich gesagt noch keine eigenen... so intensiven Probleme, sondern das war alles eigentlich eher oberflächlicher Natur oder was man eher lösen konnte und nicht so extrem wie jetzt.

00:40:57: Also ich empfinde mich nicht mehr so belastbar.

00:40:59: also es ist ja net nur mein eigenes Thema.

00:41:00: Ich muss ja schon meine die Themen meiner Kinder schon mittragen Und wenn's dann nur eine Phase ist Jetzt wie momentan Was jetzt alle Eltern kennen Wenn Kind durch ne Phase geht ein bisschen anstrengender ist Das darf ich aber Alles alleine begleiten

00:41:12: und Dann

00:41:13: merke ich schon Wie Die Kapazität und die Belastbarkeit wieder stark sinkt.

00:41:18: Also, das ist was.

00:41:19: Ich glaub da muss man lernen gerade als Betroffen und ich stell mir das schon auch schwierig vor zu lernen dass Trauer kein Sprint ist sondern Marathon und dass es wirklich lange dauert und man auf die Person wenn man sie im Freundeskreis haben oder halten möchte oder wie auch immer dass man da glaube ich mehr zurückstecken muss sag jetzt einfach mal oder mehr Verständnis haben muss dass das vielleicht erst einmal nicht mehr so möglich ist.

00:41:44: Ja, das stimmt.

00:41:45: Aber genauso wie du sagst, genau so natürlich ist es auch wenn Freundschaften dann daran zerbrechen.

00:41:48: Dann soll's halt auch nicht so sein.

00:41:50: Also ich glaube das mit so einer Trauergeschichte ganz normal ist dass da Menschen kommen und gehen dafür finden sich wieder Neue.

00:41:59: Ja Das kenne ich auch aus Erzählungen von ganz vielen Betroffenen, dass das so ist.

00:42:03: Dass sie das auch erlebt haben und es ist halt wirklich ein Stück weit normal weil eben nicht jeder mit diesem Thema und dieser Veränderung und diesen Verlust umgehen kann oder möchte und das ist auch okay Und man selbst hat einfach nicht die Kraft denn auch darum noch zu trauen.

00:42:16: dann soll's ja nicht sein wie du gerade gesagt hast dafür kommende neue Menschen sich besser verstehen die das vielleicht selbst sogar erlebt haben.

00:42:21: Es ist halt einfach ein Schicksalsschlag und das verändert das komplette Leben.

00:42:25: Ja total Mir fällt nur was ein zu der Akutphase.

00:42:28: Das ist eine ganz pragmatische Sache, aber die wurde jetzt bei mir nicht gemacht.

00:42:32: Aber wenn jetzt da irgendjemand helfen will ... Bei dir wurde ja so etwas Ähnliches gemacht und zwar ich spreche jetzt von Spenden aufrufen.

00:42:38: Ja!

00:42:39: Wurde gemacht hat es unheimlich geholfen.

00:42:40: Bei dir?

00:42:42: Mehrere sogar.

00:42:43: Und das muss ich sagen... Bis heute bin ich da unendlich dankbar.

00:42:47: In der Danksagung kommt diese Person auch vor in meinem Buch, weil ich ihr noch bis heute dankbar bin dafür, dass sie das gemacht hat und die kannte mich nicht mal persönlich.

00:42:54: Und ähm ... Ich hab mich damit auf einen Job bei ihr beworben und musste dir dann absagen, weil Jacek Verunfalt ist tödlich.

00:43:00: Hätte am nächsten

00:43:00: Tag das Vorstellungsgespräch

00:43:01: gehabt.

00:43:02: Die hat gesagt, ne wir telefonieren?

00:43:04: Und ich mach das.

00:43:06: Das hat wirklich viel geholfen, das war einmal Sie.

00:43:08: Dann haben aber auch meine Schwester also eine meiner Schwestern mein Schwager in ihrem Freund Kreis nochmal einen Bekanntenkreis noch einmal eine gemacht und so auch der Arbeitgeber hat mich sehr unterstützt.

00:43:20: Also das ist ganz viel wert also sowas zu machen, ich weiß es gibt immer ganz viele Spendenkampagnen und so.

00:43:25: aber gerade die Schulfreunde von Jacek haben auch eine gemacht für die Kleine und mich dann.

00:43:31: Ich wüsste auch nicht wie das alles gewesen wäre ob ich so gut durch diese Zeit gekommen wäre, wäre das nicht gewesen.

00:43:37: weil das ist natürlich klar mit so einem Verlust gerade wenn Hauptverdiener Wenn der Vater stirbt, dann versteht mich nicht falsch.

00:43:45: Aber in unserem Fall war es ebenso Hauptverdiener.

00:43:47: Weil mein Mann, wenn der wegfällt von heute auf morgen plötzlich ... Das hätte auch schief gehen können aus finanzieller Sicht.

00:43:52: Es hätte richtig in die Hose gehen können mit einer Existenzängste, und das hatte ich alles nicht.

00:43:57: Dadurch konnte ich mich wirklich auf meine Trauer konzentrieren, auf meine Heilung, auf die Kleine.

00:44:02: Das ist wirklich ganz viel wert!

00:44:04: Das kann ich auch nur empfehlen.

00:44:05: Und wenn es ist im Familienfreundensbekanntenkreis, dass ihr sagt, ihr sammelt hier für die Beerdigungskosten irgendwie, für Grenze oder sowas... Also es hilft wirklich sehr.

00:44:15: Und hier seht ihr ja auch wieder die individuelle Situation.

00:44:17: Also ich glaube in den seltensten Fällen ist es so, dass jemand finanziell so gut dasteht das irgendwie keine Auswirkungen hat sondern das betrifft ja alle.

00:44:26: Also selbst wenn ihr beide gleich verdient habt, es fällt ja ein Gehalt einfach weg.

00:44:30: Es fällt einfach einer weg und von jetzt auf gleich gerade wenn irgendwie keine Ahnung wie oft hört man das zwei Jahre vorher gerade irgendwie in Eigenheim gekauft wurde?

00:44:39: In Riesenschuldenberg dahinter ist Und damit die Familie die haben in dem Moment um so viel zu kämpfen da sollte grade diese finanzielle Not sollte da eigentlich also die kann man Ja Zumindest reduzieren, indem man da so was macht und macht das gerne in Absprache mit der betroffenen Person.

00:44:55: Vielleicht möcht's auch jemand gar nicht.

00:44:57: also finde okay weil manche gerade wenn sowas auch öffentlich wird vielleicht will man das ja auch nicht und dann irgendwo auf dem Dorse ist super individuell bespricht es.

00:45:07: aber wenn die person sagt mach dann kann man sowas ja starten, in welcher Form auch immer.

00:45:11: Aber da gibt es ja mit GoFundMe und was weiß ich?

00:45:14: Es gibt ja da unzählige hier lokale Radiosender.

00:45:17: Da hatten wir ja alles also sowohl als ganz viel aber auch eine inner-familie dass ich mal dich hier lege ich brauche Haushaltsgeld oder so und dann kam Papa damit seinen Brief um Schlagern und sowas.

00:45:27: Also das hilft wirklich sehr.

00:45:31: Da geht's halt wirklich ums Geld und da geht es halt ums Überleben, gerade wenn Kinder mit dem Spiel sind die versorgt sind und so was Norm, also immer in Absprache natürlich.

00:45:41: Aber ich persönlich kann sagen das hat mir damals wirklich den Hintern gerettet dass ich da nicht noch irgendwie weil ich halt auch selbstständig war und natürlich auch wieder schnell angefangen habe zu arbeiten.

00:45:51: aber so hatte ich diesen Druck nicht ne?

00:45:52: Also es ist halt schon ein Unterschied dann als wenn Vollzeitarbeiten der Familienvater da ist wenn er plötzlich eben nicht mehr da ist was das für die Familie bedeutet.

00:46:00: Und wir hatten Gott sei Dank muss man sagen kein Eigenheim und sowas.

00:46:03: Es wäre vielleicht auch nochmal anders gewesen, da sind noch ganz andere Kosten im Alltag.

00:46:08: Aber das kann wirklich sehr helfen, finde ich auch.

00:46:11: Das war für mich unheimlich wichtig!

00:46:13: Und überhaupt wenn ihr euch mit Finanzen, wenn es ja jemandem umfällt ist der sich mit Finansen gut auskennt oder so?

00:46:18: Es kann immer helfen, wenn sich jemand mit der betroffenen Person einmal hinsetzt und so ein... Einmal so ein Überblick verschafft was ist wo da?

00:46:25: wie können wir was halten?

00:46:26: um was geht es jetzt also was ist das wichtigste?

00:46:28: okay, dass wird das haushalten oder was auch immer.

00:46:31: Dass man wirklich sagt wo gibt's welche Möglichkeiten?

00:46:33: das hat ja damals die Inga Krauss, die dieses Buch auch geschrieben hat über die Witwen-Rente.

00:46:39: Sie hatte ja auch mal bei einem Podcast erzählt, dass sie ihr Haus ... Ich glaub, die musste damals das Haus verkaufen weil sie manche Dinge nur nicht wusste!

00:46:46: Sie hätte das Haus halten können?

00:46:48: Genau, sie hätt es behalten können.

00:46:49: Hätte sie's gewusst wegen der Erziehungsrente.

00:46:52: Sie hätte wahrscheinlich wenig Witwurrente bekommen und sie wusste das mit der Erziehungsrente noch nicht.

00:46:56: Ich möchte jetzt nichts Falsches sagen ich glaube aber so war das.

00:46:58: Ich erinnere mich nämlich auch daran als sie das gesagt hat verkaufen müssen, hätte sie das nämlich halten können.

00:47:06: Genau und in dem Moment da musst du aber eher innerhalb vom ersten Jahr musst du das ja alles geregelt haben sonst ist es ja irgendwann zu spät.

00:47:12: und das sind aber so Punkte.

00:47:15: ich kann mir vorstellen ich mein Typ-Sache wieder manche du hast gesagt du kamst jetzt mit.

00:47:19: das waren jetzt genau die Themen wo du dich gut einfuchsen konntest um die dir vielleicht sogar geholfen haben.

00:47:25: das zu regeln hat ja so ein bisschen was auch mit Alltag und Routine halten und dass sich das irgendwie bei Verstand hält.

00:47:32: Und dann gibt es aber so Kandidaten wie mich.

00:47:33: Ich war völlig lost mit allem, was sowas zu tun hatte und wenn dann jemand im Umkreis ist – im Freundeskreis – der vielleicht noch nicht spezialisiert ist jetzt auf Witwenn-Renten oder hinterbliebenen Renten, aber der sich bei sowas viel schneller einfuchsen kann als jemand, der jetzt gerade betroffen ist und emotional sowieso das eh nicht grad auf die Kette bekommt, da kann man auch sagen okay….

00:47:54: Was ist der Überblick?

00:47:55: Finanzen hier, was haben wir alles.

00:47:58: Was ist das Wichtigste jetzt, worum geht es und wie kann man die auch so schnell wie möglich die verschiedenen Unterstützungen auch dies vom Staat und so auch gibt beantragen?

00:48:05: also die Anträge hatte ich ja vorhin schon mal gesagt.

00:48:07: aber gerade das Thema Financen ist schon auch super wichtig.

00:48:10: Ja

00:48:11: was hat ich noch wenn da Akutphase natürlich alles rund um die Bestattung kann man natürlich auch unterstützen ganze Thema.

00:48:18: Gibt es eine Nachlassregelung?

00:48:20: Gibt's keine und so weiter, und sofort auch jetzt als Alleinerziehende wenn man dann allein verantwortlich ist, da macht das natürlich auch schon Sinn.

00:48:28: Man hat diese ganzen Formulare wie Patientenverfügung...

00:48:32: Sorge-Rechtsverfigung ganz wichtig!

00:48:33: Sorge rechts verfügungen richtig.

00:48:34: Das ist ja noch, ich will jetzt sagen wichtig aber genauso wichtig.

00:48:38: Ja

00:48:39: Ich kann nur von mir aus gehen.

00:48:40: Das war jetzt nicht das erste was ich nach Holgers Tod dachte.

00:48:43: Oh jetzt benötige aber ne Sorgerechtsverfugung oder sowas

00:48:46: Witzig, bei mir war das so.

00:48:47: Ja?

00:48:49: Ich hab das echt ganz kurz darauf schon alles gemacht und hier mit ein Handschriftlicht und dann halt die ist originalig bei der Person, die benannt ist in dieser Sorge-Rechtsverfügung für die Kleine, dass die Kopie liegt im meinem Orten und so.

00:49:00: Da bin ich wieder ein anderer Typ.

00:49:01: aber das ist genau dieses individuelle und typabhängige... Ich hab da schon schnell dran gedacht und so.

00:49:06: Aber eben genauso ist es auch total okay, wenn man sagt nee Gott das war jetzt nicht das Erste, woran ich gedacht habe und so.

00:49:11: aber dann sollte der Freundeskreis nämlich den Blick darauf haben und sie kennen dich ja und wissen auch die Melina, die ist vielleicht ein bisschen... Die schafft das jetzt nicht oder hat das nicht auf dem Zettel?

00:49:18: Aber wir schauen mal also wie darum waren's halt denn andere.

00:49:21: sag mal die wussten ja Karo, die is organisiert was das angeht dafür in anderen Sachen nicht wie mit der Pappe wegbringen oder den Müll runter bringen oder so Das übernehmen wir dann und dann.

00:49:29: und dass dieses individuelle was wer von Anfang an schon gesammelt euch gesagt haben, habt dann einen Blick drauf.

00:49:35: Ihr kennt die Person, im besten Fall gut den Trauerfall hat wie könnt ihr da unterstützen?

00:49:42: Wie ist der Alltag?

00:49:43: Wo wird Hilfe gebraucht?

00:49:44: also was ist wirklich eine Entlastung und nicht eine zusätzliche B-Lassung?

00:49:48: es gibt natürlich auch Hilfe merke ich auch manchmal bei mir wo ich denke ne das ist mir jetzt aber alles hier zu stressig das belastet mich eher als dass es mir hilft.

00:49:54: also da muss man wirklich dann anschauen was entlastet die personen wirklich und wo will man vielleicht nur helfen?

00:50:02: Faktor zum Beispiel oder sowas.

00:50:05: Ja, gibt es natürlich auch klar.

00:50:08: Ich glaube das gruft sich alles mit der Zeit ein.

00:50:11: wichtig ist immer dass man in der Kommunikation bleibt das hast du ja zu Anfang schon gesagt und dass man da im Austausch ist mit der betroffenen Person und wenn sie mal das eben nicht kund tun kann oder sich dann nicht äußern kann bleibt trotzdem einfach am Ball.

00:50:23: ich glaube das ist das Wichtigste was ihr machen könnt so zeigen dass ihr auch nach den Jahren nicht aufgebt und für die Person einfach immer ein bisschen mitdenkt.

00:50:32: Ich hatte ja heute Morgen noch bei mir auf Instagram gefragt, aber ich glaube die haben wir alle auch genannt.

00:50:38: Aber ich wollte sie nur nochmal kurz kundtun was da am meisten kam weil ich das wirklich echt wieder interessant fand dieses aktiv auf jemanden zukommen und auf gar keinen Fall.

00:50:46: es wurde vier mal fünfmal genannt dieses melde dich wenn du Hilfe brauchst als Logo.

00:50:55: Und anscheinend ist das immer noch schon sehr weit verbreitet und ich kann zwar irgendwo verstehen Weil man selber natürlich überfordert ist.

00:51:03: Ja, weil man vielleicht die Person auch nicht nerven möchte oder ... Vielleicht hat man selbst das Gefühl, vielleicht schließt man da wieder von sich auf andere?

00:51:10: Oder man denkt einfach zu viel, man möchte die Person nicht nerfen irgendwie, sondern die wird ja schon sagen, wenn sie was braucht.

00:51:17: Nee, machen wir Trauernde nicht!

00:51:19: Wir wissen teilweise nicht mehr selbst, was wir brauchen.

00:51:21: Das ist ja das Problem.

00:51:22: Gerade in dieser Akutphase weißt du es nicht, was du brauchst so...

00:51:27: Du weißt es nicht und da kannst du's auch nicht koordinieren.

00:51:31: Nee, damit gibt man die Verantwortung ja auch einfach ab.

00:51:33: Das haben wir schon so oft drüber gesprochen.

00:51:34: Also melde ich wenn du was brauchst ist glaube ich... Ich weiß gar nicht ob das mit Abstand ab ist wirklich mein Hasssatz Nummer eins.

00:51:40: Nein bitte nicht sagen!

00:51:42: Aber anscheinend ja nicht nur bei dir der Hasssatz Nr.

00:51:44: Eins sondern er kommt auch immer wieder

00:51:46: ganz viel ne?

00:51:48: Zweit verbreitet noch.

00:51:49: Und dass sie einen nicht vergessen.

00:51:51: Dass sie den Verstorbenen nicht vergessen, dass man immer auch Jahre später immer noch darüber reden darf dass sie sich nicht zurückziehen vor lauter Überforderung selber, sondern das wir Betroffenen darauf angewiesen sind.

00:52:03: Dass man aktiv am Ball bleibt.

00:52:06: Ich fand die Echtes hammer... Diese Punkte hat mal jetzt alle aber es spiegelt sich quasi in der Community ja wieder.

00:52:11: Das beruhigt mich so ein bisschen.

00:52:13: muss ich sagen, dass das eh nicht ist und dass wir da nicht komplett am Thema vorbei sind.

00:52:17: Nein!

00:52:17: Wir haben heute keine Themenverführungen.

00:52:20: Genau Bürokratie dabei sein übernehmen An die Alltags-To-dos, das ist immer wieder diese Alltagstodos.

00:52:30: Was hilft dir auch?

00:52:31: Voll!

00:52:32: Das ist nämlich das was viele vielleicht oft vergessen.

00:52:35: Es sind nicht diese großen Dinge, es sind tatsächlich oft dieser riesige Kleinkram, der so anfällt im Alltag wo du für was du jetzt alleine machen musst und was du eigentlich nicht auf dem Zettel hast und gar keinen Bock oder Zeit für hast.

00:52:46: Sie hier Auto waschen.

00:52:48: Mein Endgegner Nummer eins ist Autowaschen.

00:52:50: Und Autos aus.

00:52:51: Also wirklich... Solche Sachen.

00:52:54: Eigentlich bin ich ja kein Fan davon, so dass in Stereotypen zu unterteilen aber das ist halt ein typisches Mann-Ding gewesen.

00:53:00: also bei uns Zuhause hat alles mein Mann gemacht Autowascheninspektion und sowas.

00:53:04: Also da hab'n Papa jetzt einen Blick drauf weil das ist echt was... Da habe ich auch keine Interesse dran.

00:53:09: Bitte ganz ehrlich!

00:53:10: Da mach ich mir nicht die Mühe da irgendwie.

00:53:13: Gibt andere Themen.

00:53:14: Die sind wichtiger.

00:53:15: Bei mir Priorität Nummer seventy- acht.

00:53:18: So, Hammer's

00:53:19: Ja, unsere erste Podcast-Folge nach der langen Pause.

00:53:23: Die haben wir heute aber auch extra lange gemacht.

00:53:24: die Folge?

00:53:25: Ja!

00:53:26: Wenn ihr irgendjemandem kennt für den diese Folge wertvoll sein könnte dann würden wir uns auch freuen wenn ihr diese einfach weiterleitet weil vielleicht seid ihr nicht in der Lage zu sagen ich brauche Hilfe aber vielleicht seid Ihr in der Lager einfach diese Folge weiterzuleiten und zu sagen du die sprechen über alles was wichtig ist hörst ja einfach an.

00:53:42: Dann freuen wir uns natürlich wenn ihr das weiter leidet Und wir freuen uns sonst natürlich auch immer über eure Kommentare.

00:53:49: Falls wir irgendwas vergessen haben, eurer Meinung nach oder euch was als besonders hilfreich empfindet, schreibt es gerne in die Kommentare.

00:53:56: Bei Spotify kann man ja zu jeder Episode immer kommentieren!

00:54:00: Wir freuen uns über fünf

00:54:01: Sterne bei Apple

00:54:03: Podcast, über ein Follow bei Spotify.

00:54:06: Sämtliche Interaktionen helfen uns das auch dieser Podcast von mehreren gesehen wird und da würden wir uns sehr drüber freuen.

00:54:14: Ansonsten hoffen Also ich hoffe mal sehr, dass wir nächste Woche schön wieder aufnehmen können.

00:54:18: Wie gesagt bei mir sind nur Ferien aber ich bin jetzt guter Dinge und würde sagen dann hören wir uns dann wieder.

00:54:25: bis dahin tschüss macht es gut tschüß.

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