#25: Fragen aus der Community (Teil 2): Kindertrauer, Freundschaften und Neuanfänge

Shownotes

In Teil 2 unserer großen Q&A-Folge beantworten wir weitere Fragen aus der Community.

Das sind eure Fragen, die wir in dieser Folge beantwortet haben:

• Wie gehen eure Kinder heute mit dem Verlust ihres Papas um?

• Welche Erinnerungen und Rituale helfen euch und euren Kindern?

• Habt ihr Schuldgefühle euren Kindern gegenüber und wie geht ihr damit um?

• Was habt ihr mit der Kleidung eurer Männer gemacht?

• Habt ihr noch Bilder eurer Männer in der Wohnung oder fühlt sich das irgendwann erdrückend an?

• Seid ihr nach dem Tod in eurem Haus oder eurer Wohnung geblieben?

• Was würdet ihr euren Männern erzählen, wenn sie für fünf Minuten zurückkommen könnten?

• Seid ihr in Therapie und wie haben sich die Themen im Laufe der Zeit verändert?

• Wie haben sich eure Wünsche, Ziele und Zukunftspläne seit dem Verlust verändert?

• Was ist für euch der Sinn des Lebens?

• Glaubt ihr an ein Leben nach dem Tod?

• Glaubt ihr an Zeichen von euren verstorbenen Partnern?

• Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Thema Medium und Jenseitskontakt gemacht?

• Wie geht ihr damit um, wenn Freundschaften nach dem Verlust zerbrechen?

• Wie stellt man sich als verwitweter Elternteil finanziell neu auf?

• Wie habt ihr begonnen, auf Instagram Geld zu verdienen und würdet ihr diesen Weg wieder gehen?

• Welche Orte bedeuten euch heute besonders viel?

Eine Folge voller ehrlicher Gedanken, persönlicher Einblicke, kleiner Alltagsgeschichten und großer Gefühle. Und an einer Stelle wird es sogar für uns selbst überraschend emotional.

Shownotes:

Teil 1 des Q&As findet ihr hier.

Weiterführende Episoden:

Folge 5: Finanzielle Hilfen für Witwen und verwitwete Eltern Folge 6: Witwenrente und Halbwaisenrente Folge 14: Jenseitskontakt, Zeichen und Medium Folge 22: Therapie, Psychologe, Psychotherapie und wie sich Themen im Lauf der Zeit verändern Folge 23: Stiftungen und Hilfen für Halbwaisen und Waisen

Der in der Folge genannte Finanz- und Rentenratgeber für verwitwete Eltern ist von Inga Krauss; alles weitere dazu findet ihr hier.

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Und bitte denkt daran: Ihr seid nicht alleine mit eurem Schicksal. Wir sind viele 🫶

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich willkommen bei Mama bleibt, dem Podcast für jungen verwittelte Eltern.

00:00:05: Wir sind Caro und Melina und wir sprechen hier über die Zeit nach dem Tod des Partners.

00:00:09: Über die Herausforderung mit Bürokratie und Paragrafen, über den Alltag mit Kindern und Trauer und darüber was es bedeutet Schritt-für-Schritt neu zu beginnen!

00:00:18: Dieser Podcast richtet sich an verwittelt Eltern mit Kindern – und alle, die ihnen nahestehen und sie unterstützen möchten.

00:00:24: Ihr seid nicht alleine, schön dass ihr uns begleitet.

00:00:36: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Mama bleibt.

00:00:40: Wir hatten ja letzte Woche bereits einige von euren Fragen beantwortet, nachdem das so viele waren noch mal vielen Dank dafür.

00:00:47: machen wir jetzt hier einfach an dieser Stelle weiter kurz und knapp und gehen direkt rein.

00:00:51: Richtig!

00:00:52: Wir starten jetzt nach dem in der letzten Folge über Bewältigung Sehnsucht und Schmerz gesprochen haben.

00:00:59: Starten wir heute mit dem Abschnitt Kinder und da wurde gefragt wie gehen eure Kinder mittlerweile mit dem Verlust des Papas um?

00:01:05: unterschiedlich, würde ich sagen.

00:01:07: Also bei dir ja bestimmt unterschiedlich weil bei dir ist einfach die Alter-Spanne auch da?

00:01:12: Bei meiner Kleinen... Sie geht gut damit um.

00:01:14: also ich kann da gar nicht sagen wir sind in keiner Trauergruppe.

00:01:16: Also sie ist in einer Trauer Gruppe und auch in keiner Therapie.

00:01:19: Sie wird ja erst fünft dieses Jahr, sie war damals noch sehr klein, zwanzig Monate alt Und für sie ist das normal, also für sie es ist das Normalität dass der Papa im Himmel ist und ich hier unten Wir gehen zusammen am Skrabb, wir reden da offen drüber und sie geht aktuell, also für den jetzigen Moment, für die jetzige Phase mit dem Thema sehr gut um.

00:01:34: Also natürlich sagt man sie vermisst Papa aber sie weiß natürlich nicht was Tod bedeutet.

00:01:38: Sie fragt schon mal so na was Papa ist gestorben und Papa ist im Himmel?

00:01:41: Wir arbeiten da mit dem Himmelt und nutzen das Synonym vom Himmel dass der Papa im Himmel ist.

00:01:46: Sie fühlt jetzt nicht so die tiefe Trauer wie ich es zum Beispiel tue.

00:01:48: Das ist bei ihr noch nichts zu tun aber auch das kann sich noch ändern.

00:01:51: Es ist gerade eine Momentaufnahme.

00:01:54: Kap von vielen hat auch gehört, wo der Papa gestorben ist als ich genug sehr klein war.

00:01:57: Dass in der Pubertät viel hochkommt wird sich natürlich im Laufe der nächsten Jahre noch

00:02:00: zeigen.".

00:02:01: Das kann

00:02:01: ich mir auch vorstellen, weil ich glaube, Pubertäte sind nochmal so eine Phase da hast du ja soviel mit deiner eigenen Identität zu kämpfen!

00:02:06: Ich würde mal sagen meine gehen auch beide gesund um mit der Situation wenn man jetzt mal vom Gesund sprechen kann bei meinem Kleinen es ist ja ähnlich wie bei deiner Tochter dass er ja super klein war also der war ja zehn Monate bei Diagnose und grad mal knapp einen halb bei Tod von Holger.

00:02:21: beim Großen ist das so schon alles bewusst miterlebt, aber der geht jetzt fast schon die Hälfte seines Lebens zur Therapie.

00:02:30: Das ist echt krass!

00:02:31: Der ist jetzt achtundhalb.

00:02:33: Als Holger diagnostiziert wurde, war er vier und also gestorben.

00:02:36: Fast die Hälfte seines Lebens geht zur Therapie.

00:02:38: Ich finde, dass der nicht nur dadurch, sondern auch durch den Umgang, den wir hier zu Hause haben mit Holger.

00:02:43: Dass der ja immer Teil unseres Lebens ist.

00:02:45: Da wird nichts verschwiegen oder dass wir denen mal weniger erwähnen im Gegenteil.

00:02:50: Ich sage oft, Papa wäre da sicherlich jetzt auch stolz?

00:02:53: Oder es war neulich wieder Vatertag, Muttertag ... Natürlich trifft das die Jungs!

00:02:57: Die sehen dann schon, dass es andere Kinder gibt, die einen aktiven Vater haben.

00:03:02: der auch da ist.

00:03:03: Aber das sind so Phasen und ich glaube, das Wichtigste ist – weil man kann ja nie hundert Prozent davon ausgehen, dass sie mit dieser Situation nicht konfrontiert werden, die werden immer wieder damit konfrontieren – und ich glaub, das wichtigste ist einfach wie man damit umgeht.

00:03:14: So natürlich und normal wie möglich und dann einfach sich auch gefasst machen, dass die Phasend kommen.

00:03:19: Also mir ist bewusst, dass ich in der Zeit April-Mai sehr achtsam bin weil da eben Vater-Muttertag auf einen zukommen.

00:03:26: Und bei uns wird das halt in den Schule und Kindergarten thematisiert, beziehungsweise werden wir Geschenke gemacht?

00:03:31: Bei uns zum Beispiel gar nicht!

00:03:33: Ja,

00:03:33: finde ich auch besser.

00:03:34: Wenn ich es mehr aussuchen könnte gäbe dieses Muttertags- und Vatertagsgeschenk auch nicht, weil ich denke dass ist halt nicht nur für uns jetzt doof sondern ich glaube es gibt auch bestimmt viele Familien wo's vielleicht auch einen Vater oder eine Mutter gibt die sich jetzt nicht so kümmert.

00:03:47: Da tut das natürlich schon auch weh.

00:03:49: aber grundsätzlich Man hat das ja nicht in der Hand, wie es jetzt bestimmte Einrichtungen machen.

00:03:53: Und ich finde's okay!

00:03:55: Sie sprechen immer mit mir vorher sowohl Lehrer als auch Erzieher bzw.

00:03:58: auch mit den Kindern.

00:04:00: Die Lehrer dann hat mit dem Großen zum Beispiel auch gesprochen, dass das jetzt halt ansteht und ob er das auch machen will.

00:04:04: Und er sagt dann aus super natürlich – und ich glaube, das ist auch wirklich eine harte Arbeit.

00:04:09: Ich mach' das ja schon fast vier Jahre, dass Holger verstorben ist.

00:04:14: Aber er sagt auf Glück noch mal natürlich mache ich ein Vatertagsgeschenk.

00:04:17: Ich hab ja einen Papa also ich leg's ihm halt dann an den Raum

00:04:20: Ja, na schön.

00:04:21: Für ihn ist es halt völlig normal und trotzdem beschäftigt's beide?

00:04:24: Ich hab das glaube ich in einer anderen Folge mal gesagt dass dieses Jahr auch beide im Vorfeld von Vatertag auch geweint haben weil sie ihnen sehr bewusst war also auch der kleine dem wird jetzt halt auch mit fünf jetzt schon auch bewusst.

00:04:34: aber auf der anderen Seite diese Phasen werden immer wieder kommen die werden immer wider in ihrem Leben damit konfrontiert werden dass so ein wichtiger Menschenleben fehlt.

00:04:40: und ich glaub das viel wichtigere ist dass wir als verbleibendes Elternteil die Kinder dadurch kindgerecht altersgerecht begleiten Weil es ist ja wie mit anderen Emotionen oder anderen Ereignissen auch.

00:04:51: Du kannst deine Kinder ja nicht vor allem beschützen, was du machen kannst, das halt irgendwie alles dafür zu geben dass sie sich bei dir sicher fühlen und alle Fragen stellen können.

00:05:01: Es wird noch viel Scheiß passieren, sagen wir mal ehrlich.

00:05:05: Ich kann es ja nicht vor allem beschützen.

00:05:07: aber ich glaube der Umgang damit dass sie zu mir kommen können, dass sie Fragen stellen können, das ist wahrscheinlich bei so was mehr wert.

00:05:15: Deswegen bin ich immer sehr hellhörig wenn's auf Mai zugeht und auch gegen Weihnachten.

00:05:20: Das sind zwei Phasen die könnten kritisch werden muss nicht sein gab auch schon Phasend waren nicht kritisch.

00:05:27: Da bin ich auf jeden Fall immer ein bisschen hellhöriger.

00:05:29: Ich spreche es nicht proaktiv an, weil ich will sie gar nicht mehr so dahin lenken aber ich bin schon selber so ein bissel... So wie ich eben nach einer Ferienzeit gewappnet bin dass mein älterer Sohn mit mir wieder eine Grundsatzdiskussion drüber führen muss ob jetzt ein Schulsystem wirklich Pflicht sein muss oder ob man wirklich um acht

00:05:44: Uhr zur Schule haben

00:05:45: muss?

00:05:46: Oder ob zehn Uhr dreißig nicht reichen würde.

00:05:48: also ich mache mich auch in manchen Situationen halt vorher schon gefasst genau.

00:05:52: Aber die Frage war wir unsere Kinder mit dem Verlust umgehen.

00:05:55: Also ich würde sagen Sowohl deine Tochter und wie auch meine Söhne würde ich sagen, sehr natürlich.

00:06:01: Oder?

00:06:02: Ja, würde ich auch sagen... Ich glaube auch, das haben wir als Mamas schon ganz gut irgendwie im Licht.

00:06:08: Kann man auch mal sagen, Karo!

00:06:09: Das müssen wir aber auf die Schulter klopfen, das kriegen wir schon ganz gute.

00:06:14: Welche Erinnerungen oder Rituale helfen euch und euren Kindern am meisten?

00:06:18: Habt ihr Rituaale oder Erinnerung?

00:06:21: Erinnerung?

00:06:21: ja natürlich, dass was ich als Erinnerungen abgespeichert habe versuche ich weiterzugeben.

00:06:26: Wir gucken Videos an und Bilder.

00:06:27: wir haben eine Fotowand bei uns im Flur wie zündende Kerze an im Winter mehr als im Sommer.

00:06:31: Wir gehen zusammen zum Grab.

00:06:32: aber jetzt so richtige Rituale... Haben wir jetzt nicht!

00:06:40: Also

00:06:40: ich gehe auch nur zu bestimmten Anlässen eben zum Baum.

00:06:43: Das ist an seinem Geburtstag, an Weihnachten und zum Vatertag.

00:06:47: Normalerweise dieses Jahr muss ich sagen kam das Leben der Alltag ein bisschen dazwischen.

00:06:51: aber normalerweise diese drei Termine bei uns ist ja anders wie bei euch ihr habt es ja glaube nicht so weit bis zur Jatzexkrab.

00:06:59: Ja, bei uns ist es schon auf den Autofahrt hin und dann wieder zurück das Ganze.

00:07:02: Und so ist es ein bisschen aufwendiger.

00:07:04: Man kann's schon öfter machen.

00:07:05: aber was wir ganz oft machen... Wir schauen auch Bilder oft, aber wir machen ganz oft Videos an weil beide Kids das witzig eigentlich.

00:07:14: ich denke dass es der kleine aber vom großen hat.

00:07:16: Der große will immer ganz oft Papas Stimme hören.

00:07:18: bevor er sie vergisst Sagt er immer.

00:07:21: Dann hört natürlich der Kleine die Stimme auch und sagt, ja, ja stimmt so war das.

00:07:25: Ich weiß genau dass es sich an die Stimmen... Aber er sagt dann noch mal, ah ja, genau, klar, genau so war die Stimmung.

00:07:33: Doch das ist schon also sowas schon.

00:07:35: oder Holger damals so eine Cappy, ich glaube das haben so viele Peter gemacht.

00:07:41: aber da damals zwei so Cappies weißt du wo die Cappy vom Kind die gleiche ist wie von ihm?

00:07:46: Ja

00:07:47: Und die hat er damals eben da zwei Stück Also für sich zwei und das war glaube einmal grau-und hellblau, also jeweils für ihn eine.

00:07:53: Und damals halt für den älteren.

00:07:55: beide meiner Kids haben halt jetzt eine dieser Kitscaps quasi die tragen sie dann immer und sagen Papas Kappe.

00:08:02: Ja

00:08:02: das ist schön!

00:08:03: Das sind so Kleinigkeiten.

00:08:05: aber ich habe ja immer... Ich glaub' ich hab's im Podcast auch mal erzählt.

00:08:07: Ich musste es jetzt echt mal machen.

00:08:08: Ich weiß ihr habt wahrscheinlich im Podcast schon tausendmal gesagt, ich muss das nicht mehr machen.. Ich will hier eigentlich so ein Erinnerungsbuch für ihn machen wo ich andere Stimmen zu Wort kommen lasse.

00:08:18: Das hab ich auch noch nicht gemacht.

00:08:19: Ich habe auch viel Erinnerungsbox, hab' ich die Erinnerungswand aber so ein Innerungsbuch oder hab', ich das ja schon vergessen dass ich das hab'.

00:08:26: Also wir haben schon...ich hab eine Kette mit dem Fingerabdruck von ihm und einem Daumenabdruck, also das ist mehr für mich.

00:08:31: Ah doch!

00:08:31: Meine Tochter hat ne Kette, ich hab Haare von Jacek als Kette und sie auch und sie hat es als Pustenblume, da ist quasi der Stänge von ner Pustblume ist n Haar von Jazek.

00:08:41: Das hat sie auch in Kopfkissen bedruckt mit ihm drauf von sich und Papa, was sie poseln kann.

00:08:49: Sowas hat sie schon.

00:08:50: also solche Sachen schon.

00:08:51: aber jetzt so richtige Rituale haben wir noch nicht.

00:08:53: das kann sich auch vielleicht in den nächsten Jahren entwickeln.

00:08:56: ich finde es kommt ja oft auf das Leben dazwischen.

00:08:59: man sollte sich auch nicht so dran versteifen dass man jedes Jahr am Todestag das und das macht oder so.

00:09:04: da sollte man auf sich hören was einem gut tut.

00:09:06: deswegen ist so richtig ritual haben wir auch jetzt nicht.

00:09:10: Ich habe überlegt, ob ihr ... Weil Holger hat gern Partys gefeiert und mein älterer Sohn neigt auch sehr dazu, gern Parties zu feiern.

00:09:16: Ich hab tatsächlich überlegt ,ob ich dieses Jahr vielleicht zur Holgers Geburtstag zum ersten Mal eine Party mache wo ich halt dann auf Freunde von ihm einlade weißte ich so halt ja nicht sehe einfach nur damit meine Kinder mit seinen engsten Freunden weiterhin im Kontakt sind.

00:09:31: das war der Gedanke dahinter.

00:09:34: Ja es gibt

00:09:34: keine Idee.

00:09:36: Ich treffe mich jetzt nicht mit Holger's Freunden einfach so mal.

00:09:40: Wenn es sich so ergibt, wir hatten ja auch einige gemeinsame Freunde – die sehe ich natürlich schon!

00:09:44: Aber spezielle Holgers-Freunde, mit denen ich mich gut verstanden habe und mit denen treffe ich mich eigentlich nie, weil sie

00:09:50: einen ganz anderen Reifteil

00:09:51: oft haben als ich, also das macht da gar keinen.

00:09:54: Aber dafür wäre es einmal schön, ein Mal im Jahr oder man muss vielleicht auch gar nicht jedes Jahr machen?

00:09:58: Das entwickelt sich total, das ist so'n Prozess.

00:10:00: Also ich habe jetzt kein Ritual, wo ich sagen würde das ist irgendwie von Anfang an und immer so schon gleich geblieben.

00:10:06: Sondern es entwickelt sich ein bisschen auch in Zusammenarbeit mit den Kids.

00:10:11: Super!

00:10:12: Wenn du Schuldgefühle gegenüber der Kinder des Kindes hast wegen Todespartners wie gehst du damit um?

00:10:18: Schuldgefühl also ja zu Anfang so ein bisschen... Ich hatte schon so ganz, aber nicht gegenüber der Kleinen.

00:10:25: Er wollte uns ja morgens in die Kita fahren an dem Tag und ich habe gesagt ne, ich gehe zu Fuß und hätte er uns dann in die Kite gefahren, wäre vielleicht früher oder später los und dann wär er in dieser Sekunde nicht an der Kreuzung gewesen wo der Unfall passiert ist.

00:10:38: Solche Gedanken hatte ich dann schon, aber die haben es sehr schnell verflüchtigt und als eher mehr Wucht da gewesen als Schuldgefühle.

00:10:44: Aber gegenüber der kleinen hab' ich jetzt keine Schuldgefühl weil... ...ich bin ja kein Motorrad

00:10:49: gefahren."

00:10:49: Auch wenn sich das vielleicht jetzt blöd anhört.

00:10:51: Aber Schuldgefühle, also Wut ja!

00:10:53: Das habe ich.

00:10:53: aber da ist die Kleine raus.

00:10:55: Das ist kein Thema wo sie drin vorkommt.

00:10:58: Aber Schuldgefühlen tatsächlich ganz zu Anfang kurz, aber auch nicht so... Ich ging über der Klein, dass sie jetzt keinen Papa mehr hat.

00:11:05: Also ich glaube, dass es wahrscheinlich total individuell ist wie auch die Situation war, wie man da ums Leben kam.

00:11:14: Zum Beispiel das einzige was mir eingefallen wäre, wäre vielleicht Das hat jetzt auch nicht speziell mit dem Kind zu tun, sondern halt generell dass ich mir schon eine Weile Vorwürfe gemacht habe das sich dann nicht länger dran geblieben bin als eher so circa ein halb Jahre bevor er die Diagnose hatte.

00:11:29: Mal über mehrere Wochen Magen-Darm Themen hatte.

00:11:32: Ist ja mehr so vorwürfen und keine Schuld

00:11:34: geschehen oder?

00:11:35: Ja, da war

00:11:36: es nicht... Es ist meine Schuld, dass ich da nicht dran gebliben bin weil ich weiß ja wie er ist!

00:11:40: So halt bisschen weißt

00:11:41: du?!

00:11:41: Vielleicht, wenn sich der Partner suicidiert hat dann vielleicht dass man Schuldgefühle hat oder so.

00:11:47: Aber es ist schwierig.

00:11:48: aber ich glaube es kommt wie gesagt auch darauf an wie jemand verstorben ist und unter welchen Umständen können Schuldgefühl sind.

00:11:53: Auch was natürliches ne?

00:11:55: Die dürfen auf Vorkommen genauso wie die Wut in der Trau vorkommen darf.

00:11:59: Ich kann davon jetzt leider nicht viel berichten weil das bei mir jetzt nicht so Thema war

00:12:03: Bei mir ja auch nicht.

00:12:04: Ja.

00:12:04: ich habe nämlich auch gedacht vielleicht hängt es auch damit zusammen also Erstens genau, zum Beispiel durch Suizid.

00:12:09: Ich meine dann braucht man sich natürlich auch selbstverständlich keine Stolzgefühle.

00:12:13: also die sind da auch unnötig weil dafür kann man ja auch gar nichts.

00:12:16: vielleicht gibt es ja auch so blöde Situationen wie Unfälle oder Situationen So wie du es vorhin meintest, wer heute dies nicht passiert.

00:12:24: Wer heute das nicht passiert so ein bisschen weißt du?

00:12:26: Diese was wäre wenn Gedanken die bringen auch nichts.

00:12:29: Die bringen auch nix.

00:12:29: also da fühlt man sich wie nach dieser Suche nach dem.

00:12:32: warum ist man dann so gefangen drin?

00:12:34: weil man kriegt ja keine Antwort drauf und man kann's hier einfach nicht ändern.

00:12:37: Das ist es auf diese Spirale.

00:12:39: ich kann das total verstehen und bei mir war diese Spirole zu Anfang auch da.

00:12:42: aber man muss halt versuchen da irgendwie rauszukommen.

00:12:45: Man geht damit sonst unter in dieser Spirala weil es bringt ja nichts Es wird kein Antwort darauf geben.

00:12:51: In der Situation wird sich einfach nichts ändern.

00:12:52: Deswegen versuchen da irgendwie einen Weg rauszufinden, weil das ist unmöglich, da klaren Gedanken zu bekommen oder eine Antwort

00:12:59: draufzuerhalten.".

00:13:01: Dann kommen wir zur nächsten Rubrik Erinnerung.

00:13:03: Was habt ihr wann mit der Kleidung gemacht?

00:13:06: Patchworkdecke, Kissen verschenkt... Da gibt es ja viele verschiedene Möglichkeiten!

00:13:10: Oder sind sie alle in den Kisten gestabelt im Keller?

00:13:14: Zweitens.

00:13:15: Also ich habe ganz viel aussortiert relativ schnell auch nach Holger's Quot, weil ich hab das irgendwie gebraucht.

00:13:20: Ich habe da neulich auch mit einer Bekannten, die ich

00:13:22: über

00:13:23: Podcast und Instagram kennengelernt hab.

00:13:25: Auch darüber gesprochen weil sie sich ein bisschen schwerer getan hat oder es länger gedauert hat.

00:13:29: jetzt aber ich habe das ziemlich zeitnah erledigt und habe aber ganz genau aussortiert.

00:13:34: was für eine Erinnerung.

00:13:35: also es gibt so eine Erinnerkiste mit Holgers Sachen.

00:13:37: Ich trage natürlich immer noch, hab ich auch schon mehr weiß gesagt.

00:13:40: Ich trag immer noch seine Hoodies auf.

00:13:42: das mache ich wirklich am allerliebsten.

00:13:43: Ich

00:13:43: auch

00:13:44: ja.

00:13:44: Ich lebe quasi den ganzen Winter in Holger's Hoodies und die werden jetzt langsam ganz schön dünn.

00:13:48: Das wird jetzt langsam wenn man merkt jetzt so weißt diese werden ein bisschen flattery.

00:13:51: aber für die Kids habe ich auch sehr viel aufgehoben wie zum Beispiel er hat es um bisschen Tracht.

00:13:56: Die zwei

00:13:57: Lederhosen.

00:13:58: Stimmt.

00:13:58: Und so ja ja ja das haben wir hier.

00:14:01: Da kennen wir hier oben

00:14:01: nicht?

00:14:03: für ... keine Ahnung, um mal auf die Wiesen zu gehen.

00:14:05: Das mochte Holger schon sehr gern.

00:14:07: Holger war ein Volksfest-Typ.

00:14:09: Deswegen hat der da so'n paar Sets sag ich jetzt mal und die hab ich für die Kinder aufgehoben Weil das sind alles nur echt gute Sachen Und ich könnte mir schon vorstellen dass wenn sie irgendwann erwachsen sind Wenn Sie selber wohin gehen wollen Dass vielleicht die Lederhosen vom Papa anziehen wollen oder sowas Solche Sachen und auch so ein Paar seine Lieblings Sein Lieblingskeppies oder so, ja seine liebsten Sachen die habe ich natürlich alle.

00:14:37: Die sind alle selbstverständlich in der Kiste und die sind aber hauptsächlich für die Jungs.

00:14:41: Ich hab die Sachen aussortiert ziemlich schnell, hab das meiste davon gespendet... ...und für die Kids Kisten gepackt.

00:14:49: So hab' ich's gemacht!

00:14:50: Und ich hab keine Decke gemacht.

00:14:51: Das hab ich gehört.

00:14:52: dass man das wohl machen kann.

00:14:53: Das stell ich mir irgendwie ganz süß vor.

00:14:55: Irgendeine Kuscheldecke aus Klamotten.

00:14:57: vielleicht mach ich das auch irgendwann?

00:14:58: Ich hab ja ein paar Sachen von ihm noch.

00:14:59: Vielleicht mache ich es noch.. hab ich leider nicht gemacht.

00:15:03: Ich hätte auch irgendwie so ein Vakuumieren müssen, weil dann hätten wir vielleicht doch den Geruch eher...

00:15:09: Ja das habe ich auch nicht

00:15:11: gemacht!

00:15:14: nach Jacek's Tod aussortiert aus seinem Kleiderschrank.

00:15:18: Ich hab erst mal geguckt, was die Sachen mir wichtig sind.

00:15:21: Zum Beispiel habe ich die Sachen, die er am Todestag getragen hat ... Die hab ich in einer separaten Box.

00:15:26: Sie stehen bei mir hier im Kleidersschrank.

00:15:28: Sein Cap, seine kurze Hose, seine Schuhe von dem Tag und der hatte immer so eine ... Die hatte auch immer angehabt.

00:15:33: Ich weiß gar nicht, von welcher Marke das war.

00:15:35: So ne türkisfarbene oder petrolfarbene Jacke.

00:15:38: Und jette immer an, wenn er mit dem Hund Gassi war.

00:15:40: Das war immer sein Chiller-Outfit.

00:15:41: Das hab ich alles weggepackt.

00:15:44: weil es von dem Tag war.

00:15:46: Dann hab ich aber auch seine Schwester und seine Mama durften noch mal an seinen Schrank gehen, sie fass raus.

00:15:49: Und die haben sich dann auf der Jahrzehnte ganz viele Caps.

00:15:51: Da haben Sie sich welche mitgenommen oder auch T-Shirts und so dass sie auch was von ihm haben.

00:15:55: Aber also die wichtigsten Sachen, die mir wichtig sind, die habe ich natürlich aufgehoben sein.

00:16:00: Sein Hemd vor einer Hochzeit, da sind seine Initialen an einem Ärmel hier eingestickt zum Beispiel.

00:16:05: Seine Hoodies und äh ... Die trage ich auch, seine Pullover und auch die T-shirts.

00:16:09: Ich muss sagen jetzt muss ich auch schon ein, zwei schon entsorgen war.

00:16:11: Da waren überall Löcher weil das ist jetzt schon nach drei Jahren, nicht mehr so gut.

00:16:16: Aber ich habe auch ganz viel aufgehoben, dass alles in drei von diesen großen Ikea-Boxen diese durch sich hin gepackt und die stehen bei mir tatsächlich beschriftet im Keller.

00:16:25: Und da war ich jetzt auch seitdem ich sie damals dann eingepackt hab, auch nicht mehr dran.

00:16:30: Ich habe mich für die Kleine auch bewahrt.

00:16:31: wenn Sie da mal ran möchte oder wenn Sie was haben möchten kann sie da rangehen.

00:16:34: Da sind auch seine ganze Schuhe drin.

00:16:35: er hatte ganz viele Sneaker, ganz viele Caps, Hoodies und so ganz viele Jacken, seine ganzen Taschen und so.

00:16:40: das habe ich alles aufbewahrt und weggepackt und es steht seitdem gut verpackt im Keller.

00:16:44: Aber ich war seitdem wie gesagt auch nicht mehr dran, aber es ist alles aufgehoben und da.

00:16:48: Und so eine Decke und Kissen hab' ich jetzt auch.

00:16:50: Es gibt ja auch die Möglichkeit aus einem Hemd so einen Kissen zu machen.

00:16:53: Das finde ich auch ganz süß, aber irgendwie habe ich mich dafür da noch nicht so rangetraut was wegzugeben, was dann so zerschnitten wird.

00:16:58: Aber finde ich an sich eine total schöne Idee.

00:17:01: Nein, meine Foodies gebe ich auf jeden Fall nicht dafür her, die behalte ich!

00:17:05: Ja das ist bei uns auch so... Habt ihr überall Bilder von eurem Mann oder ist es eher erdrückend?

00:17:10: Beziehungsweise kennt ihr das

00:17:11: Gefühl?!

00:17:12: Überall nicht.

00:17:13: Aber wir haben eine Fotowand im Flur mit Schwarz-Weißbildern von ihm, unsere kleine Erinnerungswand und ich finde das nicht erdrückend.

00:17:20: aber ich habe auch nur Darbilder sonst nicht, aber ich bin auch ehrlich gesagt nicht der Typ, der so persönliche Bilder hängt hat muss ich ganz ehrlich sagen.

00:17:27: Ich bin eher immer so.

00:17:28: die sind also so abstrakte oder so postart oder so abstraktekunst oder sowas.

00:17:33: Also es klingt jetzt nicht so übertrieben wie es jetzt anhört Aber ich bin nicht so der Mensch, der so persönliche Bilder aufhängt.

00:17:39: Ich persönlich mag das nicht so gerne aber ich hab nach Jahrzextod im Flur eine kleine Erinnerungswand gemacht.

00:17:44: Ich habe auch ein ganz riesiges Leinwand von mir und meiner Tochter und dem Hund da auch hängen Und dann habe ich da noch einen Bild gemacht.

00:17:50: Da ist dann auch sein Daumenabdruck mit drauf.

00:17:53: Manche brauchen das auch nicht, manche möchten das nicht.

00:17:55: Aus welchen Gründen auch immer?

00:17:56: Ich glaube es ist total individuell.

00:17:57: also ich persönlich finde's aber nicht erdrückend.

00:17:59: Also ich find's auch manchmal so dann steh' ich halt da vorne weg mit ihm.

00:18:01: wenn wieder was doofes passiert ist und mir was nicht passt dann wird die Wand genutzt um davor zu motzen.

00:18:05: dafür ist es ganz praktisch dann auch!

00:18:08: Also ich kann es verstehen gerade am Anfang wenns für manche vielleicht erdrückt ist weil mal vielleicht den Anblick grad überhaupt nicht ertragen kann irgendwie die Person da ständig zu sehen.

00:18:15: Ich hatte vorher ein paar Bilder jetzt auch nicht viele und ich hab jetzt immer nur welche und mich hat´s aber auch von Anfang an nicht gestört ihn zu sehen ist ähnlich wie mit der Frage, die jetzt dann gleich als nächstes kommt.

00:18:26: Es gibt ja Menschen, die können das am Anfang oder generell nicht ertragen, irgendwie ständig mit der verstorbenen Person konfrontiert zu werden und sie ständig zu sehen – ich meine ganz ehrlich, da hängt die Bilder ab!

00:18:37: macht das was für euch jetzt am besten ist.

00:18:39: Ich glaube nicht, dass er richtig und falsch ist.

00:18:42: Mich hat es noch nie gestört.

00:18:43: ich schau mir super gerne Videos von ihm an.

00:18:45: klar macht's mich in manchen Situationen traurig oder wie generell mit Erinnerungsfotos.

00:18:53: Das macht dich dann... Es bringt dich zum Lachen, es bringt dich zu weinen, aber ich würde es niemals abhängen weil er gehört einfach dazu.

00:19:01: Ja, was ich auch habe.

00:19:03: Ich hab in der Küche hängt das Bild jetzt also eine ganz tolle Illustration.

00:19:07: Das hat mir eine Künstlerin gemacht.

00:19:09: Das finde ich auch total schön von von Jacek und der Klein auch so abstrakt gezeichnet und so minimalistisch, dass ihr so skandinavisches Markett total gerne so ist, find' ich auch ganz schön.

00:19:17: Es ist vielleicht auch wenn man die Bilder nicht sehen kann es sowas auch eine schöne Möglichkeit um irgendwie doch etwas Persönliches zu haben aber eben nicht dieses... Stimmt ja!

00:19:24: ...wenn man drauf guckt.

00:19:25: Ich erkenne natürlich meinen Mann und meine Tochter auf diesen Bild Aber das ist zum Beispiel, das hört sich jetzt gruselig an kein Gesicht.

00:19:31: Aber man erkennt sofort, wer das ist anhand der Kleidung und so mit seinem Nike Pullover keine Werbung.

00:19:36: Das finde ich auch eine schöne Möglichkeit um irgendwie Erinnerungen aufzuhängen aber eben es nicht so direkt von Latz geknallt bekommen.

00:19:43: wenn man das zum Beispiel jetzt nicht so ertragen kann dann kann man auch mal über sowas nachdenken.

00:19:46: wollte nur kurz einwerfen.

00:19:48: Dann die nächste Frage du hattest ja gerade schon drauf geschielt seid ihr beide im Haus in der Wohnung geblieben?

00:19:54: Nein!

00:19:55: Wann seid ihr umgezogen?

00:19:57: Ziemlich genau zwei Jahre nach Holgers Tod.

00:19:59: Ich bin zehn Monate nach dem Tod umgezogen.

00:20:02: Ich muss aber sagen, ich glaub wahrscheinlich im Gegensatz zu dir, ich bereue es.

00:20:06: Mein Tipp ist immer also super individuell nämlich das was du eben gerade schon gesagt hast einige können nicht in dieser Umgebung bleiben den fällt's total schwer und andere brauchen das.

00:20:16: Und ich muss sagen ich habe die Entscheidung damals zu früh getroffen und mich da halt auch bequatschen lassen.

00:20:22: ich glaube ich hätte länger warten sollen.

00:20:24: Also ich bin nicht weggezogen, weil ich diese Wohnung nicht mehr ertragen habe oder dieses Umfeld.

00:20:29: Sondern einfach, weil es halt von außen ja mir quasi so gerät wurde dass das besser wäre doch woanders hin zu ziehen und dann ja natürlich wenn der Mann gestorben ist alles ja mach'.

00:20:38: ich muss sich sagen bereue ich heute also ich Das wäre jetzt das einzige was ich jetzt sagen würde.

00:20:43: das würde ich gerne also natürlich abgesehen vom Unfall aber jetzt so nah als in die ganzen Trauerverarbeitung.

00:20:50: Der einzige Punkt, wo ich sage, das würde ich gerne rückgängig machen.

00:20:52: Da stand ich nicht zu einhundert Prozent hinter, da habe ich nicht genug auf mich gehört.

00:20:57: Ich finde es ist immer ganz wichtig, dass man dabei sich bleibt und sich hört und schaut was brauche ich?

00:21:02: Und wenn du in der Wohnung oder dem Haus bleiben möchtest und bleiben kannst – es muss ja auch finanziell irgendwie möglich sein, dann braucht man nicht umziehen!

00:21:11: Es ist ein ganz schwieriges Thema.

00:21:15: Also ich bereue es und ich hätte's nicht gemacht.

00:21:17: Mittlerweile ist der Umzug jetzt aber auch schon zwei Jahre her, aber ich bin ja auch so dass ich wieder zurückziehen möchte.

00:21:22: Jetzt nicht in die alte Wohnung, die war eh zu klein, aber zumindest in die Alte Ecke.

00:21:26: wir sind in den anderen Stadtteil gezogen.

00:21:27: Wir sind in Hamburg geblieben bei einem anderen Stadt Teil Und ich möchte schon gerne wieder unsere alte Ecke zurück.

00:21:31: Ich vermisse das da sehr und für mich sind das zum Beispiel keine schlechten Erinnerungen.

00:21:34: also Für mich ist es tatsächlich das halt da Zuhause.

00:21:37: Ich habe da supergerne gewohnt In der Ecke und für Mich ist Es Nicht erdrücken weil Das Da Jetzt Passiert So Weil Ich Da Halt Die Nachricht Überbracht Bekommen Hab dass Jacek gestorben ist.

00:21:45: Das war bei mir nicht so, aber das ist super individuell.

00:21:48: Aber nein!

00:21:49: Ich bin nicht in der Wohnung geblieben und ihr seid zwei Jahre danach umgezogen.

00:21:52: Du bist ziemlich happy?

00:21:54: Bei Holger war es ja so, dass es wenige Zeit vor seinem Tod dann klar war, dass er es nicht überstehen wird.

00:22:00: Es war als Holger die Information bekommen hat, dass sie nur wenige Tage hatte.

00:22:07: Da habe ich für mich entschieden, ich werde nicht in diesem Haus

00:22:09: bleiben.".

00:22:10: Also wenn Holger wirklich sterben sollte, bleibe ich nicht da.

00:22:12: Weil das konnte ich

00:22:14: der

00:22:14: Gedanke alleine... dass er hier alles jede einzelne Ecke, alles hat mich da total an ihn erinnert.

00:22:19: Es ist echt interessant, weil Fotos haben wir nie irgendwas ausgemacht und da hatte ich auch irgendwie sogar keine Angst davor, ihn irgendwie zu sehen auf Bildern.

00:22:28: aber in jeder Ecke im Haus wo ich wusste ach hier hat er irgendwie was Schlimm besser.

00:22:38: Er versteht den Witz jetzt,

00:22:39: du musst nach oben.

00:22:42: Aber nein hier hat er ein bisschen was gebastelt.

00:22:44: da hatte so eine kleine Autorköche gebaut für damals für unseren älteren Sohn oder Wände gestrichen.

00:22:51: also aus dem Haus musste ich raus das wusste.

00:22:53: es hat dann doch länger gedauert als ich mir erhofft hatte.

00:22:57: dass hatte aber einfach damit zu tun größere Brände gab, die ich vorher löschen musste.

00:23:02: Das heißt, ich hatte gar keine Zeit und gar keine Energie.

00:23:05: Das Haus musste ich ja auch verkaufen!

00:23:07: Ich habe mich ja mit Immobilien, ich kannte mich damit überhaupt nicht aus.

00:23:09: Dies war ein Riesenfass...

00:23:12: Ich hatte damals nur eine Mietwohnung.

00:23:13: also wie jetzt auch deswegen muss du nichts verkaufen.

00:23:15: das war ein bisschen einfacher und ich hab tatsächlich damals ziemlich schnelle Wohnung gefunden.

00:23:19: über den Genossenschaften der ich aber schon seit hundert Jahren Mitglied bin.

00:23:22: Das ging relativ schnell.

00:23:23: Jetzt der Weg quasi zurück ist schwieriger, weil da ist viel von Privat und wenig Genossenschaft und da natürlich Mutter-Kind alleinerziehend selbstständig mithund.

00:23:32: Es ist nicht ideale Kombinationen die sich Vermieter wünschen vor allem nicht in der Ecke in der wir vorher gewohnt haben Wo die gut verdienen Pärchen mit doppeltem Einkommen, wo am liebsten wohnen möchten.

00:23:43: Das ist schon sehr schwer.

00:23:44: Wer sich die Mietpreise in Großstädten anschaut, das muss man sich leisten können und man muss auch erst mal eine Wohnung finden.

00:23:50: Es sieht halt auch keiner aus!

00:23:52: Ich finde es ganz interessant bei dir, dass du das bei dir emotionale Gründe hattest.

00:23:55: Das war bei mir tatsächlich... fand ich das schön, dass sie hat sich da überall.

00:23:58: Weil er hatte auch in der Wohnung viel selbst gemacht und viel mit den Handwerkern dann dazu gegangen und so weil als wir damals eingezogen sind, war die Kleine gerade geboren.

00:24:05: Ich fand das tatsächlich schön, wenn mir was eher rationiert.

00:24:09: Das ist ein typisches Beispiel dafür, man kann es komplett so empfinden oder so.

00:24:13: Also dir hättest nichts ausgemacht.

00:24:15: im Gegenteil ich hätte irgendwie die Erinnerung sogar gefreut und für mich war das nicht auszuhalten zum Zeitpunkt des Todes oder kurz vor Tod dieses in dem Haus zu bleiben war für mich klar dass das nicht passieren wird.

00:24:25: und dann als dann natürlich auch noch wie die Leute da an den Ort reagiert hatten jetzt wusste ich ja zu dem Zeitpunkt alles nur gar nicht.

00:24:31: Aber da habe ich dann entschieden, dass ich auch dem Ort den Rücken kehren werde.

00:24:35: Versteh'

00:24:35: ich!

00:24:35: Als ich das

00:24:35: wusste, ich das Haus... Ich dachte eigentlich schon, ich bleib da also vom Orteher weil klar meine Kids waren da schon in Kindergarten und Krippe integriert Und ich kannte ja auch schon einige Leute.

00:24:45: Also eigentlich wäre es nahegelegen, ich hätte jetzt auch nichts dagegen gehabt.

00:24:49: aber als das so war und sich alles entwickelt hat, wusste ich auch Weil's war ein kleinerer Ort, ein Dorf Die Leitung des Kindergartens, damals auf meinen Eltern so reagiert hat.

00:24:59: Oder auch die Menschen so auch getuschelt und ... Ich hatte plötzlich eine Aversion gegen Dorf!

00:25:05: Ich dachte mir einfach ich muss zurück in die Stadt?

00:25:08: Also mein Plan ging ja auf also... Ich bin so glücklich hier.

00:25:11: Ich kann es mir nicht mehr anders vorstellen.

00:25:14: das ist so schön Und ich denke mir ganz oft dass Holger super happy hier wäre.

00:25:18: Ich habe ein Zuhause für uns gefunden bei dem ich weiß Holger würde super feiern.

00:25:23: Ich muss sagen, da war Jacek nicht so happy.

00:25:25: Er wollte wieder in die Region ziehen wo wir jetzt wohnen.

00:25:29: Weil

00:25:30: er hier aufgewachsen ist?

00:25:31: Wir hatten eine Alperwohnung in der Stadt, sehr zentral, schwierig zu parken und immer was los.

00:25:37: Und ich liebe das.

00:25:37: ja!

00:25:38: Ich bin ein typischer Stadtmensch.

00:25:39: Das ist voll mein Ding.

00:25:41: Bei JaceK war es tatsächlich nicht so.

00:25:43: Das Witzige ist, als ich schwanger war ... auf einer dieser Wohnungen, in der ich wohne beworben.

00:25:49: Wir haben damals eine Absage bekommen und sind dann aber in die Stadt gezogen weil ich es unbedingt wollte.

00:25:53: Und jetzt wohne ich in einer dieser Wohnung, für die wir damals eine absage bekommen haben.

00:25:57: Jetzt erklärte er das hier geliebt.

00:25:59: Er hat das total toll gefunden, aber ich bin halt unglücklich!

00:26:02: Da waren wir eigentlich grundverschieden... Also er hat das hier gefeiert und total toll gefunden.

00:26:08: Ich bin halt echt so nehmt.

00:26:10: Das ist mir hier zu ruhig, das ist mir zu grün, das is nicht gemeins.

00:26:13: Obwohl, also es ist nicht schlecht, das möchte ich gar nichts sagen.

00:26:16: Ich bin halt nicht ich, aber es wäre halt voll Jahrzeig hier gewesen.

00:26:19: Das ist so der einzige Lichtblick den ich jetzt noch habe, solange wir keine neue Wohnung finden, weil das wie gesagt sehr schwierig ist.

00:26:24: Jahrzeit hätte sich auf jeden Fall gefallen – das weiß ich!

00:26:27: Weil wir uns damals hier auf eine Wohnung beworben haben und sie damals nicht gekriegt haben und dafür in die Stadt gezogen sind.

00:26:32: Wie das Leben manchmal so spielt?

00:26:34: Ja,

00:26:34: das stimmt.

00:26:35: Die Stadt selber jetzt, dass Sie wieder hier sind... ...ich hab ja mit Holger auch hier lang gelebt.

00:26:40: Ja,

00:26:41: einem anderen Viertel zwar.

00:26:42: Aber ich meine trotzdem gibt es sehr viele Orte und Plätze die mich natürlich erinnern.

00:26:47: an der Stelle wo er mir den Antrag gemacht hat oder also wirklich das finde gar nicht schlimm weil sichs.

00:26:53: trotzdem ich nehme ihn ein Stück weit mit irgendwie ist er mit dabei er würde das zu Hause feiern Aber trotzdem ist es jetzt meins, trotzdem haben wir neu gestartet.

00:27:03: Trotzdem hatten die Kinder jetzt die Chance neu zu starten und ich vor allem auch weil man überträgt ja immer so super viel auf die Kinder.

00:27:09: Also ich habe jetzt von da im Homeoffice gearbeitet und hab jetzt im Home Office das also so rein von den Fakten her hat sich nicht viel geändert.

00:27:16: aber

00:27:16: durch das dass ich jetzt so zufrieden bin diesen Teil geschafft zu haben, das übertrage ich ja wiederum auf die kinder.

00:27:22: Die wiederum haben jetzt gerade die Chance neue durchzustarten.

00:27:25: Und der ältere hat's auch echt von Anfang an ab gefeiert.

00:27:28: Dem war das gar nicht so sehr bewusst, wie da ein bisschen in dem Dorf.

00:27:33: klar spüren Kinder auch was.

00:27:35: aber ich sage jetzt mal ich habe das meiste ja abgefangen.

00:27:38: Also er hat es ja glaube ich so bewusst gar nicht mitbekommen.

00:27:41: Klar kriegt er das mit wenn plötzlich so ein paar Leute ihn meiden?

00:27:43: Aber der Hauptbeschuss den hab' ich abgefahren sagen wir mal so.

00:27:47: und trotzdem denke ich mir hat er super gefeuert dass wir jetzt also dass wir neu starten konnten und er ist auch super schnell angekommen hier.

00:27:55: Und der kleine, bei dem ich eigentlich dacht habe, dass er als die kleine Rampensaudiär ist so super schnell Freunde findet und das es losgeht.

00:28:02: Bei dem hängen den alten Ort schon sehr lang nach.

00:28:05: Der spricht heute teilweise noch von dem Haus.

00:28:07: Das ist witzig weil wir ja zwei... Also er ist jetzt fünf und seit zwei Jahren sind wir hier!

00:28:11: Das macht meine auch.

00:28:12: Die spricht immer noch von der alten Wohnung mit der blauen Tür und so, was sie aber auch immer sagt ist ja wenn wir dann in die alte Wohnung mit den blauen Türen ziehen, kommt Papa wieder.

00:28:20: da merke ich schon dass ihr halt nicht versteht was Tod bedeutet weil Sie denken wir wieder zurückziehen in diese Wohnung mit dem blauen tür das der Papa dann dann wiederkommt.

00:28:28: aber sie daran kann sich erneut wo sie ja zwei war wie sie wäre zwei Jahre alt.

00:28:31: als wir umgezogen sind also zweieinhalb.

00:28:32: an dieser blaue Tür

00:28:34: hat

00:28:34: sie sich.

00:28:35: Witzig gell?

00:28:36: Also das ist auch super individuell würde ich sagen.

00:28:39: Total, das muss jeder für sich selbst entscheiden wie der Weg aussehen soll.

00:28:45: Wenn unsere Männer für fünf Minuten zurückkommen könnten was würde ihr ihnen heute erzählen?

00:28:50: Die finde ich krass!

00:28:52: Ja natürlich würden wir ganz viel erzählen.

00:28:55: Ich dachte ich habe es glaube ich letztes auch gepostet.

00:28:57: ich würde jetzt sagen guck mal ich fahre wieder Auto Und ich fahre an die Waschstraße alleine, natürlich noch ganz viele andere Sachen.

00:29:03: Das ist mit dem Augenzwinkern zu betrachten aber das ist halt so ein Ding... Ich bin seitdem über also dreizehn Jahre fast zusammen und ich bin Kannst an einer Hand abziehen, wie oft ich Autore fahre.

00:29:12: Ich bin eine Super-Pessenger-Princess, also super Beifahrerin.

00:29:15: Er ist immer gefahren und war auch ein super Fahrer.

00:29:18: Und ich bin halt nicht mehr gefahren.

00:29:19: Den Umständen geschuldet muss er jetzt natürlich machen.

00:29:21: Das wäre so was, wo ich sage, guck mal Schatz das mach' ich jetzt wieder!

00:29:24: Was ich schon alles geschafft habe?

00:29:25: Fahre in der Waschstraße mit dem Auto... ...und ich schalte in Enden und ich fahrere nicht gegen und bremse dicht und schaffe es alleine am Tag.

00:29:34: Nicht getankt mit meinem Auto.

00:29:35: Ich hatte damals ein eigenes Auto, habe es aber nie getanked.

00:29:37: Ich hab's nicht sauber gemacht und das hat alles Jahrzehnte gemacht.

00:29:40: Aber natürlich würde ich noch ganz viel mehr sagen.

00:29:42: Das ist ja klar!

00:29:43: Das war jetzt nur

00:29:44: fünf Minuten.

00:29:45: Irgendwie ist es so viel weil man sich auf also viel im Sinne von dass es mehr ist als dass ich jetzt nur einen Satz sagen kann?

00:29:51: Und irgendwie ist es zu wenig, weil man ja irgendwie tausend Sachen erzählen will.

00:29:54: Also ich versuch das jetzt irgendwie zu sagen ohne dass ich versuche jetzt den Drehenchen zu verdrücken, aber ich glaube es funktioniert.

00:30:03: Guck mal, wo wir jetzt wohnen.

00:30:04: Ist das nicht cool?

00:30:06: So ein bisschen... Ich würde vor allem sagen also wie krass die Jungs sich entwickelt haben weil da denke ich immer wieder drüber nach dass er, wie es wäre wenn er jetzt vor der Tür stehen würde und die zwei Jungs machen auf.

00:30:18: Ja!

00:30:19: Oh ja!

00:30:19: Das ist so wie sie geändert haben.

00:30:21: Dass

00:30:22: einfach der ältere einfach nochmal dieses Kleinkind ist sondern einfach der kommt jetzt dann in die dritte Klasse.

00:30:27: oder auch der kleine, wie er halt einfach so extrem er isst.

00:30:31: Also der würde ja dann quasi fast in sein Spiegelbild, würde der antworten.

00:30:36: Die Frage finde ich irgendwie super emotional.

00:30:38: Ist sie auch?

00:30:39: Dass ich immer noch völlig lost bin, dass sich das Gefühl habe es könnte besser werden, dass er gefälligst zurückkommen soll.

00:30:45: Wahrscheinlich möchte ich direkt ins Satz

00:30:48: treiben.

00:30:51: Ja, da stimmt.

00:30:53: Dass ich halt versuch so wie erst gesagt hat, dass ich's irgendwie... dass er davon überzeuglich schafft ist und dass ich zwar immer nur rausfinde Aber dass ich es schon irgendwie hinkriegen werde.

00:31:04: Ja, sorry.

00:31:06: Das ist... Da vergibt es dieses Hock-Castier!

00:31:11: Dafür machen wir das.

00:31:12: Super

00:31:12: emotional.

00:31:13: Ich finde das ganz schlimm vielleicht weil ich mir da echt die Gedanken öfter mal hab was würde ich dir alles zeigen so zu geschaffen sind fünf Minuten gar nicht?

00:31:20: Was ist das Wichtigste?

00:31:21: Guck mal Ja.

00:31:23: Wahrscheinlich wäre man sowieso ein aufgeregtes kleines Kind am Geburtstag, weil man gar nicht alles irgendwie mitteilen könnte in diesen fünf Minuten oder so und ich versuche da so'n bisschen mit Humor drauf zu gucken.

00:31:33: aber natürlich geht's wie dir.

00:31:36: Ich versuch... wahrscheinlich würde ich wenn die Tür aufmache würde umfallen und dann müsste fünf Minuten schaffen mich wieder zu belieben, wenn es wirklich so wäre.

00:31:45: Schlimme

00:31:45: Frage!

00:31:45: Könnte die bitte am Schluss kommen?

00:31:47: Macht euch bitte selber mal die Gedanken.

00:31:49: das ist wirklich.

00:31:50: Also für mich ist das irgendwie super emotional.

00:31:53: Ist es auch?

00:31:54: Voll, oder?

00:31:57: Ja jetzt kommt eine Emotion hier, kommen wir ja eine sachliche Frage und die kann ich also erst in zwei Fragen, aber die fasse ich mal zu einer zusammen.

00:32:03: Seid ihr beim Psychologen oder beim Psychotherapeuten und wenn ja wie verändern sich die Abstände und die Themen beim Psychiologen?

00:32:10: Dazu haben wir eine Podcastfolge gemacht, hört da gerne mal rein in Folge Zweiundzwanzig.

00:32:13: Da spreche ich nämlich genau darüber, da wurde uns die Frage nämlich schonmal innerhalb der Community auch gestellt und dann haben wir diese einzelne Community-Frage aufgegriffen.

00:32:20: um es kurz zu machen ja also Ich geht zur Therapeutin seit Februar vierundzwzig Milina auch.

00:32:27: Ja die Abstände haben sich verändert.

00:32:28: Also ich bin die ersten zwei Jahre wöchentlich gegangen.

00:32:32: Mittlerweile habe ich eine Gruppentherapie gemacht für meine ADHS und gehe mittlerweile zweivöchig zu meiner Therapeuten, auch die Themen haben sich verändert.

00:32:41: natürlich ist trauer war damals der Grund warum mich hingegangen bin.

00:32:44: das haben wir auch sehr lange bearbeitet mit einer Traumatherapie aber mir in sich eine posttraumatische Belastungsstörung durch den Unverentwickelt hat Das Thema Trauer so gut bearbeitet und ich komme so gut damit selbst zurecht, dass wir jetzt auch Zukunftsperspektiven also neue Zukunftspperspektive arbeiten oder halt auf Themen gucken die mich sonst so beschäftigen.

00:33:02: Die mit meiner ADS einhergehen und Thema Autismus und sowas.

00:33:06: also gar nichts jetzt was unbedingt mit dem Trauer zu tun hat.

00:33:08: aber da sprechen wir ganz genau noch drüber.

00:33:10: in Folge zweiundzwanzig und bei dir?

00:33:12: Ich gehe schon Zeit Holger's Diagnose Ich habe es auch nie verändert.

00:33:16: Bei mir war's ähnlich wie bei dir, dass sich mal Abstände verändert haben.

00:33:20: Also ich war erst wöchentlich dann war ich irgendwann mal nur monatlich.

00:33:24: Dann hab' ich aber festgestellt das ist zu wenig.

00:33:26: Jetzt bin ich gerade auf vierzehn-tägig und ich finde vierzehntägig ist für mich jetzt grad so gut.

00:33:31: Und ähnlich wie beim dir Die ganze erste Zeit, während der Krankheit war es die Krankheit.

00:33:37: Mit dem Hoffnungsaspekt und diesem Schock eigentlich ... Nach Holger's Tod war es das Verarbeiten von den Feuerstellen, die ich da hatte und löschen musste.

00:33:47: Dann ging es mal um mich und meine Trauer.

00:33:49: Das hab ich auch.

00:33:51: Es ist ja nur so viel passiert nach Holgers Tod.

00:33:53: Das musste ich erst mal alles verarbeiten.

00:33:55: Es war echt gut, dass ich Therapie hatte im Nachhinein.

00:34:00: überfordert.

00:34:00: Aber wenn ich dann jetzt so einen regelmäßigen Termin gehabt hätte, wo jemand irgendwie sich nur um mich und meine Belange, um meine Gefühle und so ... um meine Überforderung zu sprechen?

00:34:10: Also dann hättet das Ganze glaubt schon noch alles länger gedauert!

00:34:13: Inzwischen ist es auch so dass die Trauer natürlich da ist aber ich komme damit viel besser zurecht.

00:34:20: also der Umgang hat sich verbessert.

00:34:23: deswegen ist es jetzt auch eher was wir momentan eher ... bearbeiten ist mein Thema mit der Identität.

00:34:31: Also das ist auch eher so, also die Vergangenheit... Die Vergangenkeit ist es gar nicht mehr so im Fokus sondern eher so was wird aus meiner Zukunft?

00:34:41: Wer bin ich denn?

00:34:41: Wer will ich sein?

00:34:42: Diese Zukunftsperspektiven.

00:34:44: Na was genau!

00:34:45: Ja das ist bei mir ähnlich.

00:34:47: Das Thema ist bei meh jetzt auch im Fokuss.

00:34:49: Es ist auch cool weil ich da immer wieder mich mit mir selber beschäftigen muss und mich reflektieren muss.

00:34:55: Und das ist echt ganz gut, weil das sind ja Dinge die ich gerne im Alltag dann mal kurz unterdrücke oder die keine Priorität haben.

00:35:02: Da geht es halt wirklich meine Stunde oder fast eine Stunde nur darum was mich momentan gerade so sehr stört.

00:35:08: So hauptsächlich an mir selber.

00:35:09: Ich habe das auch schon öfter gesagt dass ich irgendwie mit meinem Spiegelbild nicht zufrieden bin innerlich wie äußerlich.

00:35:14: diese Dinge bearbeit man da eher so.

00:35:16: aber ja wie du sagst Folge zweiundzwanzig da haben wir in langen Format.

00:35:22: Richtig!

00:35:22: Dann, wie haben sich eure Ziele schräg-schrigwünsche geändert davor und danach?

00:35:28: Das kann ich gerne beantworten.

00:35:29: Wenn ich vor dem Tod spreche, spreche auch von Vordiagnose also quasi noch alles gut war sagen wir mal so.

00:35:35: vorher hatte ich Ziele wie Ich möchte auf Mallorca leben.

00:35:40: Ich möchte mit den Kids die Welt bereisen Und mit meinem Mann natürlich.

00:35:44: Ja Ich möchte dies, ich möchte das.

00:35:47: Ich weiß nicht, was ich alles für Wünsche hatte.

00:35:48: Inzwischen ist mein einziger Wunsch, dass ich gesund bleibe und glücklich bin für meine

00:35:53: Kinder.".

00:35:53: Und es klingt so cheesy!

00:35:55: Aber dieser Schicksalsschlag zwingt dich so in die Knie... ...und im Endeffekt ist es der einzige Wunscht den ich habe, dass mich jetzt quasi diese traumatischen Jahre, die ich hinter mir hab, dass sie mich gesundheitlich nicht so belasten?

00:36:09: Dass sich halt irgendwie eine ernsthafte Krankheit daraus entwickelt, in welche Richtung auch immer, sei's ne körperliche oder ne Metalle Krankheit oder so.

00:36:15: Sondern dass ich wirklich gesund bin, gesund bleibe und auch glücklich bin um das beste Vorbild für meine Kinder zu

00:36:22: sein.".

00:36:23: Ja es kann ich total nachverziehen gerade wenn man den Mann durch eine Krankheit verloren hat.

00:36:27: bei mir ist es auch ähnlich.

00:36:28: natürlich hat man vorher viele auch materielle Wünsche oder so man will das haben in der schönen Wohnung wohnen oder Auto bla bla bla.

00:36:36: Bei mir haben sich die Prioritäten einfach verschoben.

00:36:38: also natürlich habe ich jetzt immer noch.

00:36:39: also Ich muss sagen ich bin schon sehr ich hab schon noch Ziele und wünschen würde ich es nicht, denn er hat Träume nennen.

00:36:45: Aber viele sind auch mit Jacek gestorben weil wir eben viele gemeinsame träume hatten.

00:36:49: Wir wollten ja mal nach Schweden zusammen auswandern.

00:36:50: aber ich habe schon noch träume hab ich schon, aber das sind jetzt halt meine träume.

00:36:53: Ich versuch sie halt irgendwie so für mich umzusetzen.

00:36:57: Ziele habe ich Ja, weiß ich nicht.

00:37:00: Bei mir ist Ziele immer schwierig mit ADHS.

00:37:01: Ich hab dann irgendwelche anderen Ziele.

00:37:03: Das ist ein schwieriges Thema!

00:37:05: Ich habe immer ganz tolle neue Ideen und so was.

00:37:07: Und ich glaub, ich hab schon ziemlich viel von meinen Zielen die ich mal hatte bevor er tatsächlich gestorben ist, was ich immer machen wollte.

00:37:12: Tatsächlich erreichte du auf den Buch schreiben, was jetzt übern nächsten Monat rauskommt.

00:37:16: Ich bin online sehr aktiv.

00:37:17: Das sind alles Sachen, wo Yatsy gesagt hat, früher macht das doch ... Ich muss euch denn erzählen?

00:37:21: Ist ja nichts Spannendes bei mir... Das sind solche Sachen, solche Ziele hatte ich schon früher.

00:37:25: Die konnte ich aber erst in meiner Geschichte umsetzen.

00:37:27: der ersten Stimmegefühl gefunden habe.

00:37:29: Aber so richtig Wünschte hab ich jetzt auch nicht.

00:37:31: Also meine Prioritäten haben sich halt geändert, ich arbeite auch ganz stark an mir aber ich halt sowas wie Grenzen setzen kann, ich halt ganz schwer, aber da arbeite ich ganz, ganz doll dran.

00:37:39: das eben dass ich jetzt... Ich muss halt was du auch sagst, ich muss für mich und meinen Kind einschen.

00:37:44: es gibt jetzt kein Papa mehr, der irgendwie übernimmt, kann man sagen genau mach du mal hier, er jagert mich aber ungefähr, der Nachbar ist aber blöd und dann sagt du mal was?

00:37:50: Das muss ich jetzt alles machen!

00:37:51: Und ich lerne so Grenzen zu setzen, dass mein Wohlbefinden, dass der kleine Vordergrund steht.

00:37:57: Wir schauen, dass es für uns als Familie funktioniert.

00:38:00: Und ich versuche mir mit dem Bogen zu spannen.

00:38:02: und zu diesem Thema Wohnung, um mir nicht von anderen einzulassen was gut für uns wäre.

00:38:06: Das habe ich früher ganz gängig gemacht das hat Jatzi auch immer gesagt.

00:38:09: Ich bin so ein typischer Pipi-Ploser, ne?

00:38:11: Ich will's allen anderen recht machen.

00:38:12: Hauptsache allen anderen geht's gut, hauptsache keiner merkt, alles ist harmonisch und das funktioniert aber nicht weil ich halt merke, ich bin dann nicht glücklich.

00:38:18: Und das ist was der Arbeit, das geht halt nicht.

00:38:20: von heute auf morgen war das ganze.

00:38:21: viele Glaubenssätze sind die ich schon gefühlt ewig habe.

00:38:24: dafür ist meine Therapie auch da dass ich halt daran arbeite, wirklich mir das Leben wie wir es jetzt haben.

00:38:30: Ohne den Papa ohne den Mann so aufzubauen, dass es für uns aber gut ist, ohne dass irgendjemand anderes sagt, nee, ihr müsst das aber so machen und das funktioniert nicht.

00:38:37: Aber nein, das geht nicht!

00:38:38: Du musst das und was machen.

00:38:39: Das ist bei mir eher so Wunsch-Ziel-Traum irgendwie.

00:38:43: Und gar nicht mehr dieses.

00:38:44: du musst jetzt da und da wohnen in der Wohnung um das Auto zu fahren.

00:38:47: Ich bin froh, dass ich überhaupt ein Auto habe, dass überhaupt wieder Auto fahre.

00:38:50: Das war ja gar kein Thema für mich.

00:38:53: Solche Sachen, die Prioritäten verschieben sich einfach Und das ist aber auch für jeden dann immer anders, was er für Ziele und Träume hat.

00:38:58: Dieses Thema gesunden ist bei mir natürlich auch.

00:39:00: Aber bei dir natürlich noch stärker weil du eben ja deinen Mann durch eine Krankheit verloren hast.

00:39:06: Man ist ja nochmal anders getroffen davon und anders da noch mal involviert in dieses Thema.

00:39:10: Aber ja, das sind so meine Ziele-und-Wünsche!

00:39:13: Jetzt kommt eine Frage, da habe ich schon so kurz gesagt... Was ist für euch der Sinn des Lebens?

00:39:22: Schwierig, schwierig dass jetzt zu beantworten.

00:39:27: Also spontan würde ich sagen Beziehungen zu Menschen, glaube ich.

00:39:33: Natürlich ganz vorne dran meine Kinder aber auch zu anderen.

00:39:42: Ja ja Ich würde auch sagen sowas wie Zufriedenheit Dass du mit dem was du hast und was du bist und zufrieden bist.

00:39:50: Sowas Das ist eine philosophische Frage.

00:39:52: da kommt mir jetzt ne ganze Stunde drüber füllen und drüber philosophieren Was der Sinn des Lebens ist Mit dem, was du machst und wie du lebst.

00:40:00: Und was du hast, dass du damit zufrieden bist... ...und wenn du mal alt bist?

00:40:06: Ich hoffe ja, dass wir alle alt werden.

00:40:07: Nächste wie unsere Männer, das will man sagen können.

00:40:09: Ja!

00:40:10: Ich bereue nichts wie mein Umzug.

00:40:11: Ich weiß, ich halte mal auf diesem Umzug in jeder Therapie.

00:40:14: Ich mach Frau Terrap heute ein, aber der Umzug ... Sie wissen doch, dass man halt nichts bereut und die Sache macht, die für einen selbst gut sind.

00:40:21: Das ist so... Für mich irgendwie das Sinn des Lebens eben sich nicht von anderen abhängig zu machen oder nicht auf andere zu hören und es anderen rechtzumachen.

00:40:28: Aber natürlich ist der Sinn des Lehmens bis ins Universum weit und kann ganz viel umfassen.

00:40:33: Und das ist jetzt nur ein kleiner Bruchteil, der mir jetzt so Artok einfällt.

00:40:36: Dass wir unser Leben so leben, wie wir's schön finden!

00:40:40: Was du jetzt mal so spontan geantwortet ohne großartig darüber einen Referat zu halten.

00:40:45: Find ich gut,

00:40:46: dann glaubt ihr auch das ist auch auch gut.

00:40:48: das kann ich auch zusammenfassen.

00:40:49: die beiden fragen glaub dir an ein Leben nach dem Tod und sowohl an Zeichen?

00:40:53: und was sagt ihr zum thema medium?

00:40:55: Und da rede ich direkt rein haben wir auch eine podcast folge zu gemacht.

00:40:58: vor gefürzen könnt euch dazu gerne anhören.

00:41:00: zum Thema jenseits kontakt Glaubst du in einem leben nach dem tot?

00:41:04: ja

00:41:05: ich auch.

00:41:05: Ich glaube auch, dass es weitergeht.

00:41:08: Dass die Seele irgendwo hin muss und dass sie nicht verschwindet.

00:41:10: Das glaub ich auch.

00:41:11: Ich weiß jetzt nicht ob's im Himmel ist oder ob man auf einer Wolk sitzt aber ich glaube schon das es danach nicht vorbei ist.

00:41:17: Und ich glaube auch an Zeichen.

00:41:19: bei mir ist es das Rotkächen weil Rotkächens sind ja dafür da.

00:41:22: vor allem in Großbritannien oder im Englischsprachengraum steht das Rotkirchen dafür für ein Zeichen von Verstorbenen.

00:41:28: Wenn die sich blicken lassen, ist es immer das an Verstorbener, der gerade irgendwas sagen möchte und ... Das RotkIRCHEN ist so mein Zeichen muss ich sagen.

00:41:34: aber es hat auch lange gedauert solche Zeichen wahrzunehmen.

00:41:37: also bestimmt was heißt lange in anführendlich ab mindestens ein halbes Jahr?

00:41:40: Das war nicht sofort und ich bin absolut nicht spirituell muss ichs sagen.

00:41:44: Ich werde's aber immer mehr.

00:41:46: Und das RotKIRCHEIN ist wie gesagt irgendwie etwas... Immer wenn ich eine Rotkirmensäge sage auch die kleine Maude, sie weiß da Papa Vogel Sie weiss auch schon einen Rotkirtchen und so und das ist so'n Zeichen dafür.

00:41:55: Und Thema Medium, da spreche ich nämlich auch in der Podcastfolge vierzehn drüber.

00:41:59: Ich war tatsächlich bei einem Medium, ich glaube ein halbes Jahr nachdem er gestorben ist und habe so eine Sitzung gemacht.

00:42:05: aber da erzähle ich ausführlich in einer Podcastfolgel drüber.

00:42:07: das würde jetzt den Rahmen springen wenn ich da noch mal alles aufgreifen würde.

00:42:10: also wenn euch das interessiert dann hört da gerne mal reinen Folge vierzehnt.

00:42:13: Ja hört euch das an es war wirklich sehr spannend weil ich bin ja ja auch so ich bin super skeptisch was das Thema angeht und das war mega interessant und wir müssen unbedingt da jetzt mein Interview zu machen

00:42:24: Das stimmt.

00:42:24: Ja,

00:42:25: Leben nach dem Tod und Zeichen.

00:42:26: Also ich hab jetzt nichts Besonderes, sondern ich glaub immer... Was ich mit den Jungs sobald wir einen Regenbogen sehen sag ich, Papa grüßt!

00:42:33: Ist jetzt nix.

00:42:34: Jaaa, stimmt.

00:42:35: Es ist einfach unser Regen-Bogen-Ding.

00:42:37: das sagen die Kids halt inzwischen wenn sie eins sehen guck mal Papa wieder und der sagt hallo.

00:42:42: und dann kommen wieder die Fragen wo ist er eigentlich genau da jetzt?

00:42:46: Das wär immer wüsstiger.

00:42:47: das ist super schwierig zu erklären wenn du es ja selber nicht weißt was nach dem tod passiert.

00:42:52: Ich habe mir vorher da nie über Gedanken gemacht, aber seit Holgers Tod möchte ich dran glauben und glaube auch daran dass es irgendwie weitergeht.

00:42:59: Und das ja in irgendeiner Art von Energie... In einer Form ist er irgendwie noch da!

00:43:06: Wir werden es erst rausfinden wenn's selber so für uns weit ist.

00:43:10: Deswegen auch ein bisschen die Hoffnung ihn wieder zu sehen, in welcher Form dann auch immer.

00:43:14: Aber eben wieder zu bewegen, das wäre schon sehr schön.

00:43:17: Ich habe auch keine Angst vor dem Tod.

00:43:18: Früher hatte ich immer Angst, seitdem Jacek gestorben ist, habe ich keine Angst mehr.

00:43:21: Also natürlich möchte ich meinen Kind nicht... Das ist klar, dass ich da meinen Kind verlasse weil sie hoffentlich mal ganz alt wird und ich natürlich auch.

00:43:29: aber ich hab keine Angst von dem Tod war ich mir auch vorstellen lasse sich Jaceck dann wieder sehen.

00:43:33: Ich glaube das es vielen so geht die jemanden auf der anderen Seite haben.

00:43:36: Okay gut

00:43:39: Wie finde ich einen guten Umgang mit langjährigen und intensiven Freundschaften die zerbrechen?

00:43:43: Auch da haben wir eine Podcast-Folge zugemacht.

00:43:45: Also sag

00:43:46: mal, wir haben ja wirklich schon viele Themen.

00:43:48: Ja!

00:43:48: Wir haben schon viel gemacht.

00:43:49: Also in Folge sieben sprechen wir auf jeden Fall darüber wieviel Trauer einem eine Freundschaft aussät und wie sich Beziehung nach dem Tod verändern.

00:43:56: Das geht hier in eine ähnliche Richtung.

00:43:59: Ich glaube die Frage ist so gemeint, wie man selbst einen Umgang damit findet das halt Freundschaften nach einem Tod oder mit der Trauerheit zerbrechen?

00:44:07: konnte mich ganz gut von diesen Freundschaften verabschieden, weil ich tatsächlich auch nicht ... Ich hatte keine Kapazitäten dafür noch um Freundschaft zu trauern.

00:44:14: Muss ich sagen!

00:44:15: Ich war so sehr auch immer in einer akuten Trauer und im Schockzustand und mit allem drumherum diesem ganzen Bürokratischen um Umzug und Kind und sowas alles beschäftigt dass sich keine Zeit hat da und keine Kapizität auch noch darüber zu trauen.

00:44:26: Und deswegen für mich ist es okay Dafür sind auch neue Freundschaften mit zum Beispiel dazugekommen.

00:44:30: Also hält sich so die Waage?

00:44:31: Es sind einige gegangen, von denen ich es nicht gedacht hätte aber es sind auch neuen Freundschaftinnen dazugekommen und deswegen hält sich das so die Wage bei mir.

00:44:39: also Ich habe jetzt keinen Tipp geben für einen guten Umgang.

00:44:41: Ich hab's ehrlich gesagt einfach so hingenommen und halt wie gesagt dadurch dass sich neue Freundchaften auch entwickelt haben war hier gar nicht so viel Raum jetzt auch noch darum zu trauen.

00:44:50: Das hat ja auch ein Grund warum die Freundschaft dann vielleicht den Schicksalsschlag nicht überlebt hat.

00:44:54: Ja das finde ich gut was du sagst Weil ich hab auch nach dem richtigen Wort gesucht, aber es ist tatsächlich so.

00:44:59: Also wenn man jetzt nur rein rational denkt, dann denkt man sich ja okay, da war's die Freundschaft nicht wert, wenn die das nicht übersteht.

00:45:06: Aber klar ist mal da emotional involviert gerade bei langjährigen Freundschaften.

00:45:10: Aber so wie du sagst?

00:45:11: Ich hatte gar keine Kapazitäten.

00:45:14: Ah!

00:45:14: Jetzt erstmal der Freundschaft irgendwie noch, wie soll ich sagen, da Gas zu geben und zu sagen, dass er jetzt irgendwie einen riesen Teil erfüllen muss.

00:45:21: Noch als ich festgestellt habe oder natürlich ist es enttäuschend... Ich bin schon auch enttäuscht gewesen, aber ich habe gar keine Kraft da jetzt zu trauern.

00:45:30: Weil ich hab alles an Energie und Kraft da irgendwie für Holger's Tod gebraucht und auch für meine Kinder dann und auch die Trauer von meinem älteren Sohn, dass ich gar keine... Also diese Freundschaften, die beendet sind inzwischen, das ging so parallel zu dieser Welt, die ich danach erfahren musste, also es so sehr hat es gar nicht wehtun können weil da war ein größerer Schmerz zu bewältigen Und jetzt mit Abstand dahinten, also jetzt ist ja Abstand dazwischen.

00:45:57: Jetzt bin ich in der Lage rational zu denken.

00:45:59: und ja es war auch enttäuscht... Es ist nicht komplett emotionslos verlaufen.

00:46:03: natürlich war er enttäuscht aber auf der anderen Seite denke ich mir ne dann war das einfach die Phase jetzt vorbei.

00:46:10: Ich sage gar nicht dass es deswegen schlechte Freundschaften waren Aber die waren für eine bestimmte Phase in meinem Leben gedacht und sind jetzt nicht.

00:46:16: Wir gehen ähnlich wie dir.

00:46:18: erstens komme ich mit weniger Freundschaft zurecht Und auf der anderen Seite hat es ein Tor aufgemacht, um neue Freundschaften zu pflegen.

00:46:26: Oder jetzt wie in meinem Fall die eine oder andere Freundschaft von sehr langer Zeit wieder zu reaktivieren.

00:46:32: Das hat sich einfach natürlich ergeben und vielleicht ist dafür Platz?

00:46:37: Vielleicht musste ich mit einer Freundin, was hab' ich neulich gesagt, siebzehn, achtzehn Jahre nicht gesehen haben.

00:46:42: Vielleicht mussten wir beide erst mal irgendwie durch bestimmte Schicksalsschläge durch und finden uns jetzt wieder!

00:46:48: Ich glaube, manche Freundschaften sind halt auch nicht für die Ewigkeit gedacht und das klingt halt hart.

00:46:52: Aber bei mir haben es auch einige geschafft.

00:46:54: Es hat ja irgendwelche Gründe und ich will auch nicht anderen da irgendwie Schuld, Nichtschuld, darum soll's auch gar nicht gehen.

00:46:59: aber vielleicht sind manche einfach nicht dafür gedacht und manche schon.

00:47:03: so sehe ich das.

00:47:04: Ich glaube auch einfach.

00:47:05: Also jetzt an die Freundschaft, wo ich gerade dran denke ist es auch so natürlich von beiden Seiten.

00:47:10: Wir waren beide nicht die Freunde in denen man sich vielleicht gewünscht hätte.

00:47:14: Auch ich war nicht emotional nicht erreichbar bei dem Schmerz meiner Trauer.

00:47:19: Da will ich gar nicht sagen, die und die Person ist schuld sondern das ist auf beiden Seiten so gewesen.

00:47:23: Heißt ja

00:47:23: nicht,

00:47:24: dass es für immer beendet ist.

00:47:25: Vielleicht ist es auch einmal nur stiller geworden?

00:47:27: Es wird die Zeit zeigen aber es ist okay tatsächlich.

00:47:29: also ich muss sagen wie du sagst das schon ganz richtig ein anderer Schmerz war größer und deswegen weil das jetzt auch irgendwie noch zu ertragen um das mal ganz erlaubt zu sagen.

00:47:39: Jetzt kommt eine Frage, die bin ich ganz witzig gestellt.

00:47:42: Voll unromantisch aber existenziell.

00:47:44: wie stellt man sich dann also wahrscheinlich nach dem Tod und den Verlust finanziell auf?

00:47:48: Und auch dazu haben wir eine Podcastfolge gemacht.

00:47:50: in Folge fünf sprechen wir über finanzielle Hilfen für Witfen.

00:47:55: Hört da gerne mal rein.

00:47:56: Wenn ihr da noch nicht ganz so fit seid, denn es gibt viele Sachen, das stehe ich von Unterhaltsvorschuss was halt zum Beispiel auch also den Halbweisen auf jeden Fall zusteht, was sie als Wettbewerber für eure Kinder beantragen könnt.

00:48:05: Ja wie stellt man sich finanziell auf?

00:48:06: Ich glaube das kommt ein bisschen darauf an aus welcher Situation man kommt.

00:48:09: Ich war damals schon selbstständig und habe zwei Wochen nach Jahrzextod wieder angefangen zu arbeiten weil ich auch einfach musste, weil ich hab mich nicht gearbeitet, habe kein Geld verdient.

00:48:16: Ich wollte's aber auch!

00:48:17: Ich ja war damals Redakteurin und hab von Zuhause ausgearbeitet und Artikel geschrieben und Texte geschrieben.

00:48:21: Das war halt Entspannt, muss ich sagen.

00:48:24: Ich musste nirgendwo im Büro sein und hatte keinen lebensüber wichtigen Job, musste nicht am offenen Herzen operieren oder mich mit großartig anderen Menschen auseinandersetzen, sondern ich saß zu Hause auf meinem Sofa oder im Café oder im Bett und habe an meinem Laptop geschrieben.

00:48:37: Deswegen war das für mich so machbar.

00:48:38: also ich hab relativ schnell wieder normal weitergearbeitet weil ich das auch für mich brauchte ein bisschen als Ablenkung und aus finanzieller Sicht.

00:48:45: Und dann habe ich natürlich beantragt was man beantragen konnte Sterbengeld, witzende Rente halbeisen Rente.

00:48:51: das Kindergeld habe ich quasi auf mich überschreiben lassen.

00:48:53: Es geht nämlich nicht automatisch weiter, wenn der Ehepannt das vorbekommen hat muss man es neu beantragen.

00:48:57: Kinderzuschlagwohnengeld alles mögliche wie gesagt, da spreche ich mit einer Folge fünf Ausführlichtur was es dafür Möglichkeiten gibt.

00:49:04: Ja, Jattsex-Arbeitsgeber hat mich damals auch unterstützt zwar ganz toll die haben ja auch noch ein Sterbengeld gezahlt und so.

00:49:10: also da gab's schon Hilfen von außerhalb meiner Familie natürlich und auch und das möchte ihr euch nicht verschweigen es wurde damals für mich eine GoFundMe Kampagne auch gemacht.

00:49:17: Da wurden Spenden gesammelt dass sich die ganze Beerlegung bezahlen konnte habe ich das auch geschafft, also mit Unterstützung von außerhalb.

00:49:23: Ich hab selbst gearbeitet mit staatlicher Unterstützung und so ging es dann die erste Zeit.

00:49:28: Und ja, so konnte ich wenigstens eine Beerdigung bezahlen und die ersten finanziellen Lücken, die natürlich so abrupt in aufkommen, wenn plötzlich ein Jatzig-Wermer Vollzeit angestellt hat, das Hauptankommen gehabt, wenn wegfällt in der Familie mein kleines Kind hat und einen alten Hund, wenn man das alles alleine bezahlen muss.

00:49:44: So ging es dann bei mir tatsächlich ganz gut.

00:49:46: aber ich hatte wie gesagt auch Hilfe von außerhalb und hatte auch immer meine Familie, meine Eltern und auch meine Schwestern die mich unterstützt haben dass da ganz gut funktioniert.

00:49:55: also ich war nicht auf mich allein gestellt.

00:49:57: was das angeht wäre es anders gewesen weiß ich nicht wie ich das gemacht hätte.

00:50:01: aber dadurch dass ich halt auch selbst sehr schnell gearbeitet habe und meine Familie hatte und diese Spendenkampagne mich auch selbst um diesen ganz bryokratischen Kram gekümmert habe.

00:50:10: Ich weiß, das ist super nervig aber es gehört dazu und das muss man dann so wippen Rente, halbeisen Rente... Der Begeld muss man einmal beantragen und dann kriegt man das dann auch.

00:50:21: bis jetzt immer was nachreichen, aber einmal so einen großen Antrag ausfüllen.

00:50:24: Das ist schon wichtig!

00:50:25: Gerade auch Thema Fristen, dass ihr da nichts verpasst.

00:50:27: Wir haben auch noch eine Folge, ich glaube Folge sechs allein zur Witvenrente nochmal gemacht wo wir ein bisschen drüber sprechen.

00:50:33: Das is wichtig.

00:50:34: also achte darauf, dass der keine Fristen verpasste weil das ist uns super ärgerlich und zum Beispiel Kinderzuschlag lässt sich super schnell beantragend geht auch schneller.

00:50:41: Bearbeitung, Wohnen dauert ein bisschen länger.

00:50:43: informiert euch da einfach mal was es dafür Möglichkeiten gibt.

00:50:45: So war das bei mir.

00:50:46: Vor

00:50:46: kurzem haben wir ja auch noch die Folge mit den Hilfen für Halbweisen und Weisen, ne?

00:50:51: Jaa!

00:50:52: Richtig!

00:50:54: Ich glaube, ich muss mal schnell nachschauen.

00:50:56: Ja, die Folge der Nachfolge.

00:50:58: Da könnte auch einiges Interessantes dabei sein und was ich da gerne in dem Zusammenhang empfehlen würde ist die Website oder auch das Buch von Inga Kraus weil sie hat einen kompletten Renten- und Finanzratgeber Eltern rausgebracht.

00:51:13: Ich glaube, da kann man sich sehr viel schlau machen zu dem Thema.

00:51:16: Ich persönlich würde jetzt keine Finanzberatung bei mir buchen.

00:51:20: Ich bin ja eher so ein kleiner Kaot.

00:51:23: Da könnte ich schon noch ein bisschen optimieren.

00:51:24: aber ich bin inzwischen da ein bissel milder geworden mit mir weil ich mir denke, ich krieg auch nicht alles jetzt so... Also es gab jetzt so viele Feuer zu löschen.

00:51:31: das wird der nächste Baustelle sein die ich angeh, weil sie super wichtig.

00:51:35: gerade wenn wir jetzt alleinerziehend ist muss man die Finanzen das muss mal alles im Griff haben und ich bin auf einem super guten Weg.

00:51:40: Aber ich kann da schon noch ein bisschen Luft nach oben ist.

00:51:43: Ja bei mir auch, absolut!

00:51:45: Man kann sich ja ganz ehrlich jetzt mal, man kann sich nicht wirklich um alles gleichzeitig kümmern oder?

00:51:50: Also wenn wir da irgendwie einfach andere Themen... Also vielleicht ist es auch nur bei mir so gewesen, aber bei mir waren andere Themen jetzt gerade auf mentaler Ebene.

00:51:58: Es kommt

00:52:00: immer irgendwas.

00:52:01: Irgendwas kommt immer und das muss dann da immer so flexibel sein.

00:52:04: Und ich bin immer froh, was die Miete bezahlt.

00:52:07: Wir haben Essen im Kühtdrang und das Kind ist ordentlich angezogen und gewaschen.

00:52:11: Das reicht ja schon.

00:52:12: Ich stelle mich selbst immer tatsächlich schon hinten an.

00:52:14: Aber Hauptsache hier Hund-und-Kind geht's gut!

00:52:16: Und wir haben hier einen Dach über dem Kopf und das Auto ist getankt.

00:52:18: Alles andere ist dann halt Luxus.

00:52:20: Da muss man sich nicht willmachen.

00:52:22: nicht alles schaffen, gerade als Alleinerziehende muss man jeden Tag so viele Brände löschen.

00:52:26: Wir haben ja auch nur vierundzwanzig Stunden Zeit und von dem wir auch mal ein bisschen schlafen

00:52:30: müssen.".

00:52:30: Ja genau!

00:52:31: Das kommt ja auch wieder dazu zu mentalen oder generell zur Gesundheit.

00:52:35: Ich würde auch so gerne einmal einen Finanzexperten oder eine Finanzexpertin einladen in unseren Podcasts.

00:52:40: Es ist ein super wichtiges Thema, informiert euch da, wir haben uns jetzt ein paar Quellen genannt.

00:52:45: Genau gehen wir zur nächsten Frage, oder?

00:52:47: Ja wie bist du seit ihr mit Insta angefangen Geld zu verdienen?

00:52:50: würdet ihr das wieder so machen?

00:52:52: Also ich bin da völlig raus, ich verdiene kein Cent.

00:52:54: Kardo das ist deine Baustelle?

00:52:56: Ich habe angefangen einfach meine Gedanken und Gefühle zu teilen tatsächlich!

00:52:59: Und ich habe angefangt.

00:53:00: und dass es mein Tipp für alle fängt nicht an weil ihr damit Geld verdienen wollt.

00:53:04: Das funktioniert nicht.

00:53:05: Ich hab damals angefangen.

00:53:06: also meinen Account gab's damals schon.

00:53:07: Es war damals ein private Account mit drei Hundert Followern mit meinen Freunden, Arbeitskollegen alten Bekannten und so was und Familie.

00:53:16: zwei Tage nach Jahrzextod gepostet, einfach damit mein erweiterter Kreis weiß oder weiß da ist was passiert.

00:53:22: Und dann hab ich einfach so ganz sporadisch das erste halbe Jahr, ganz sporadosch einmal im Monat mal etwas hochgeladen, um meine Gefühle und Gedanken zu verarbeiten – und das war es auch eigentlich!

00:53:32: Ich weiß noch, dass war im Mai, May, April, April ... Da habe ich mit meiner Freundin damals nämlich drüber gesprochen, ja wir können Content Creator und sowas machen sich so einfach Content Creators.

00:53:41: Soll ich den da erzählen und so?

00:53:42: Und sie wollte auch immer irgendwas machen.

00:53:43: Also, sie ist keine Witwe aber sie hat dann was anderes Thema bespielen.

00:53:46: Und da ist sie so ja weiß ich nicht.

00:53:47: Da musst du dir mal Reels machen.

00:53:48: Das war's im Reels.

00:53:48: das ist ja gar nicht mehr als viel Teil Blöds so Reels zu machen und so hab' ich früher nie gemacht!

00:53:52: Also ich komme natürlich aus dem Social Media Bereich und habe viel für Content Marketing gearbeitet, aber die haben halt nie Reals so für mich gemacht.

00:53:57: Ich hab halt immer Werbe-Reals gemacht für Kunden und was halt anderes, aber nie so von mir dachte ich, das finde ich ja affig!

00:54:02: Und dann hab' ich also ganz sporadisch wirklich eine einmal im Monat oder zweimal im Monate mal einen Posthoch geladen... ...und dann hat sich das tatsächlich... ...Vierundzwanzig?

00:54:10: Also von Mai bis Ende Vierund zwanzig bis Dezember Vier und Zwanzig so ein bisschen entwickelt.

00:54:14: Dann hatte ich irgendwann die Tausend Follower gehabt.. ..dann hatte ich irgendwie irgendwann, ich glaube im Oktober hatte ich dann tausendfünfhundert Follow, Oktober Vierunzwanzzig.... Dezember, vierundzwanzig ein Cola-Post mit siebenunddreißig Grad.

00:54:25: Die haben really gemacht zum Thema Einsamkeit und dadurch dass man verstorben ist und Einsamkeiten quasi in jüngeren Jahren.

00:54:32: Und das hat ganz gut funktioniert!

00:54:33: Dann habe ich gemeint oh ja das interessiert doch viele Leute dann sind mir doch über mehr gefolgt.

00:54:37: Dann hatte ich am Januar fünfundzwantzig die Zehntausend Follower voll.

00:54:41: und dann dachte ich so... Jetzt machst du das.

00:54:43: Damals habe ich aber noch ganz normal gearbeitet, zwar schon selbstständig, aber halt als Redakteurin hab' ich gearbeitet.

00:54:48: und dann war aber denn auch Ende Januar oder Anfang... also auf jeden Fall auch im Januar von zwanzig ist mir dann mein Hauptjob quasi meinen Hauptauftraggeber von heute auf morgen weg gebrochen und ich stand dann erstmal da und dachte Scheiße was mache ich jetzt?

00:55:00: Da fehlt ein Batzen Geld im Monat weil die jetzt gesagt haben wir können keine Freelancer mehr buchen.

00:55:04: Dann habe ich angefangen, ab Februar Teilzeit zu arbeiten angestellt in der Redaktion als Social Media Redakteurin.

00:55:10: Allerdings auch nur zwei Monate.

00:55:12: Dann wurde ich und einige andere gekündigt von heute auf morgen weil der Verlag plötzlich kein Geld mehr hatte.

00:55:17: Das war im April twenty-fünf stand ich wieder da.

00:55:19: Da dachte ich so ja.

00:55:20: Hast du

00:55:21: gar nicht lange herge?

00:55:22: Nee, ist doch gar nicht lang her.

00:55:24: und dann stand ich auch da mit Scheiße.

00:55:26: Jetzt ist auch der sichere Job... Also das war natürlich noch eine Probezeit!

00:55:30: Das war auch der Knackpunkt.

00:55:32: Ich war noch in einer Probe-Zeit.

00:55:32: Wäre ich nicht an der Probe Zeit gewesen, hätten die mich behalten, weil sie hätte ne Social Media Managerin gebraucht.

00:55:36: und dadurch dass ich alleinerziehend war, war ich in die Sozialtappeile ganz oben.

00:55:39: aber ich war eben noch in der Probeseite.

00:55:40: deswegen war ich die erste die weg also die gehen musste und einige andere aber auch also ganz ich glaube den Verlag gibt es halt auch gar nicht mehr.

00:55:45: Und dann stand dich da Und ich weiß noch, da hatte ich so um die elftausend fünfhundert Follower zwölftausenden dreizehn tausend Follauer also unter fünfzehntausend.

00:55:52: Da hab' ich auch noch kein Geld verdient mit Instagram!

00:55:54: Also bis April und Zwanzig habe ich noch keinen Geld damit verdient.

00:55:58: Aber ich hab weitergemacht.

00:55:58: Ich hab halt gepostet immer regelmäßig und hab' die Leute mitgenommen in der Story und sowas... ...und dann war es so unaufstandlich halt quasi heute auf morgen ohne alles da?

00:56:06: Mit meiner Witt von Rentehyper ist eine Rente Kindergeld?

00:56:09: Achso ne!

00:56:09: Und dann hab'e ich gedacht okay jetzt gehe ich all-in.

00:56:11: Ich mach jetzt Instagram weiter und dann hab´e ich das quasi seit April oder Mai, habe ich das quasi hauptberuflich gemacht.

00:56:18: Habe mich darauf komplett konzentriert und wirklich Content gemacht also so wie jetzt auch eine regelmäßig Content gemacht geteilt hatte.

00:56:24: dann die erste Kooperation hab da mein Management gefunden und bin halt auch in dem Jahr aber auch sehr stark gewachsen.

00:56:29: Also letztes Jahr bin ich sehr stark erwachsen.

00:56:31: Seit diesem Jahr ist der Algorithmus ja ein bisschen anders.

00:56:33: Jetzt ist es jetzt stocktes Aber es ist normal, aber letztes jahr bin ich wirklich sehr krass gewachsen.

00:56:39: Also dann hat es halt funktionierend, in dem ich halt das was mir... Ich möchte jetzt nicht mich selbst loben um Gottes Willen.

00:56:43: Aber was mir halt immer gespiegelt wird, dass ich halt bin sehr authentisch in dem was ich mache.

00:56:47: Ich nehme die Leute mit und zeige halt auch wenn's scheiße ist.

00:56:49: Ich setze mich auch heulen vor die Kamera.

00:56:50: Mir ist das nicht peinlich!

00:56:51: Und das muss man halt machen.

00:56:52: also ich würde ja ich würde es immer wieder so machen.

00:56:54: um auf die Frage zurückzukommen.

00:56:56: Ich möchte hier nicht eine halbe Stunde quatschen.

00:56:57: Man muss sich aber auch bewusst sein, dass es immer Leute geben wird, die sich daran stören die negative Worte finden für dich, für deinen verstorbenen Mann.

00:57:05: Für das was du tust, dass du respektlos bist und eklig bist.

00:57:08: Dass du piep bist und sowas alles.

00:57:11: Sowas krieg ich auch zu hören und geschrieben.

00:57:13: Damit kann ich sehr gut umgehen weil ich wusste, dass es passiert ist.

00:57:16: Ich komme aus der Online-Redaktion.

00:57:18: Ich habe vorher als Social Media Managerin auf Markenseite gearbeitet.

00:57:21: Ich wusste so etwas passieren kann.

00:57:22: Ich hab natürlich auch bei anderen Influencern schon mitbekommen und das war mir klar man muss dann ein dickes Fell haben.

00:57:26: Das ist ganz, ganz weh.

00:57:27: Und gerade wenn Du in der Trauer bist... Und da vielleicht eh nicht in deiner Kraft bist und sehr zerbrechlich würde ich das nicht unbedingt empfehlen, weil es kann dann schon fertig machen.

00:57:39: Social Media oder gerade auch Instagram ist nicht mehr das, was es mal war.

00:57:42: Es wird immer schwieriger und ich merke dass selbst bei mir in dieses Jahr alles ändert sich.

00:57:47: Es muss immer mehr Ragebait sein, immer mehr ein Clickbait.

00:57:50: Das muss immer dramatisch sein und für mich selbst bin ich jetzt auch nicht.

00:57:55: Natürlich habe ich viele Posts und Reels die sehr Ragedbait sind oder einen Clickbait haben einfach damit man die Reichweite bekommt, damit man gesehen wird.

00:58:03: aber Bis zu einem gewissen Punkt ist es okay und dann ist das halt nicht mehr meins.

00:58:08: Also, es ist schon sehr viel Drama und alles muss laut und bunt und noch mehr Drama sein damit man gesehen wird.

00:58:14: Wenn man da mit Geld verdient und Instagram ist meine Haupteinnahmequelle Man ist sehr zahlenabhängig weil es geht nur um Zahlen Es geht nicht um deine Geschichte.

00:58:21: also mein Kunden ist es egal ob ich eine erlangerziehende Witze bin Und ein kleines Kind zu Hause hab.

00:58:25: die wollen halt die Zeilen sehen.

00:58:26: wenn die Klicks nicht stimmen und die Story Views nicht stimmten Dann buchen sie keine neue Kooperationen.

00:58:30: Das ist einfach so!

00:58:30: Das ist der Job das ist das Business das muss ein Bewusstsein Ganz wichtig, man muss trotzdem Spaß daran haben.

00:58:36: Wenn man keinen Spaß hat und ich merke das auch, dann muss ich mir eine Pause nehmen.

00:58:38: wenn ich merken, boah ich weiß gar nicht mehr was ich posten soll, ich hab keinen Spaß mit dran Ich bin zu sehr unter Druck Dann muss man sich eine Pause nemen oder es auch nicht machen.

00:58:45: Also es ist nicht ohne.

00:58:46: Es macht super viel Spaß Ich habe super viele Freiheiten Ich bin sehr flexibel Und ich darf Sachen machen.

00:58:50: Ich habe das Buch geschrieben.

00:58:51: Wir haben den Podcast jetzt.

00:58:52: von denen habe ich damals geträumt dass ich das machen darf.

00:58:54: Es öffnet sehr viele Türen Man gibt aber auch sehr viel von sich preis.

00:58:57: Also ich vergesst das immer noch.

00:58:58: Ich hatte letztens bei mir tatsächlich einen Lieferanten da.

00:59:01: Ich kenne dich!

00:59:02: Und ich so, nee.

00:59:03: Woher hat er?

00:59:03: Als der Weg ist aus dem Internet natürlich ... Für mich ist es gar nicht klar, dass Leute mich erkennen können.

00:59:09: Ich bin noch die Karolina von nebenan, die ihren Mann verloren hat und dann heißt sich, er kennt mich auch aus dem internet.

00:59:14: woher soll er mich sagen?

00:59:15: Ich kenne doch dein Gesicht!

00:59:16: Ich hab das gar nicht so auf den Schirm.

00:59:19: Das muss einem bewusst sein, dass man da sehr viel von sich preisgibt und sehr viel offenbart und sehr oft mit dem Thema ist was gerade bei Trauer auch ein Tabuthema ist, was halt auch sehr aneckt.

00:59:31: aber um es gut zu machen, ich würde das immer wieder so machen und es macht mir weiterhin Spaß.

00:59:35: Ich werde es dies nicht mein Leben lang machen wahrscheinlich also vielleicht werden wir ein neues Buch schreiben oder was anderes machen.

00:59:40: Also ich bin sehr kreativ, ich bin halt selbstständig und ich mag es mir immer neue Projekte auszudenken, neue Sachen zu machen.

00:59:45: aber ich glaube nicht dass Instagram jetzt für den Rest meines Lebens meinen Hauptjob sein wird.

00:59:49: Ich glaube dazu verändert sich auch die Social Media Welt gerade und im Laufe der nächsten Jahre wahrscheinlich zu krass.

00:59:55: Ich habe zu dem Thema leider gar nicht so viel zu sagen aber ich finde du hast es ganz gut erklärt.

00:59:59: Instagram ist für mich ja kein... Einkommenskanal.

01:00:03: Aber

01:00:03: du machst ja auch Content, ne?

01:00:06: Ja

01:00:06: ich war in letzter Zeit sehr contentfaul muss ich sagen.

01:00:09: Ich glaube das ist halt dieser Anfangszeichen Luxus wenn du das jetzt nicht hoffentlich viel machst.

01:00:14: Ich habe mir einfach gemerkt dass ich so ausgebrannt war mit allem... Das ist das erste was ich kürze.

01:00:21: Das erste wo ich nicht aktiv bin, weil ich es halt für die Finanzen jetzt nicht brauche.

01:00:24: Deswegen mich nervt so ein bisschen und es hat mir auch Spaß gemacht.

01:00:27: aber ich habe einfach festgestellt dass ich in den letzten Wochen muss dich schon stark anders priorisieren.

01:00:33: Das heißt nicht, dass ich jetzt da nicht mehr aktiv sein werde.

01:00:34: vielleicht hab' ich dann wieder Lust etwas zu machen Aber grundsätzlich macht's schon Spaß.

01:00:39: Ich habe auch wirklich ja ich habe auch schon dumme Kommentare einstecken müssen tatsächlich.

01:00:44: Obwohl mein Kanal ja wirklich klein ist.

01:00:46: trotzdem habe ich auch einen richtig guten Austausch zu einigen Betroffenen gehabt und man unterschätzt selber oft, oder ich hab das bei mir unterschetzt.

01:00:54: Dass es doch Menschen gibt die sich in meiner Geschichte oder auch mit meinen Struggles identifizieren können.

01:01:00: Also mir ging's so... Ich dachte immer so, wer bin ich denn schon?

01:01:04: Ich sitze hier irgendwo alleine, hab da irgendwie meine Strugges.

01:01:07: Das interessiert jetzt auch niemandem, dass jeder hat sein eigenes Päckchen.

01:01:10: aber ich hab tatsächlich selbst ich jetzt mit überschaubarer Followeranzahl oder überschaubarer Reichweite konnte tatsächlich schon Menschen helfen, allein indem ich meine Geschichte geteilt habe und das freut mich total.

01:01:24: Das ist aber das Schöne dafür!

01:01:25: Genau das ist auch wirklich so und da geht es mir genauso wie die ja... Ich sehe das selbst auch nicht, dass ich Menschen Mut mache oder so.

01:01:32: In meiner Geschichte ... Für mich bin die Kaulia von nebenan.

01:01:36: Ich hab ja eigentlich gar nichts Besonderes zu erzählen.

01:01:39: Aber es ist wirklich schön und bei mir war das ganz viele.

01:01:43: Also ich seh dann schon, wer mir schon lange folgt?

01:01:44: Und ich weiß mit wem ich schon langen Kontakt habe, kurz nach Jahrzextod als ich noch klein auf Instagram war.

01:01:49: Das sehe ich schon.

01:01:50: Je mehr Reichweite man hat, je größer die Community wird umso schwieriger ist es natürlich immer jedem zu antworten.

01:01:56: Die tiefgrünen Gespräche zu gehen, das schafft man einfach zeitlich nicht mehr.

01:01:59: Aber ich habe schon noch die, wo ich weiß ganz genau wie deren Geschichte ist und wann die Männer Todestag haben, wenn die Männer Geburtstag haben mit den Kindern und so, wo man sich schon privat austauscht und das finde ich schon sehr schön.

01:02:10: dafür bin ich auch sehr dankbar dass es das gibt denn ich hab damals tatsächlich auch in die Frage abzuschließen auch angefangen bei Instagram zu posten weil es niemand gehabt erst gemacht hat Ich hätte damals jemandem gebraucht wie mich der das macht.

01:02:20: Es gab es nicht!

01:02:21: Nicht in der Form jedenfalls wie ich es gebrauchte und auch nicht in dem Stadium in dem ich damals war oder nur kurz nach dem Tod Der zeigt so kann das Leben auch aussehen und es geht weiter, der einfach Mut macht.

01:02:30: Das gab's damals nicht, deswegen hab ich es

01:02:32: gemacht.".

01:02:32: Und so hat sich das alles entwickelt?

01:02:34: Ja, das kann ich bestätigen weil ich habe nach Holgers Tod, nach genau so einem Account nämlich gesucht.

01:02:39: Ja und da gab's mich ja noch nicht!

01:02:40: Glaubst du das ein

01:02:40: Jahr später?

01:02:42: Richtig!

01:02:43: Man

01:02:43: unterschätzt manchmal schon was für eine Power sowas auch hat.

01:02:46: Absolut.

01:02:47: So, dann kommen wir zur letzten Frage.

01:02:50: Lieblingsorte.

01:02:50: ganz kurz...

01:02:52: Find' mich am Meer.

01:02:54: Am Meer, ja sage ich das auch hin So in den Süden?

01:02:57: Ja,

01:02:57: mein Lieblingsstadt

01:02:58: ist happy.

01:02:59: Das hat man vielleicht schon mitbekommen.

01:03:01: Mein Lieblungsland ist Australien.

01:03:02: da bleibe ich... Ich bleib da auch dabei und gleich auf Platz zwei wäre Portugal weil das einfach sowohl Australien wie auch Portugal erinnert mich alles an Holger weil es einfach unsere Hauptziele waren.

01:03:14: wir haben in Sydney geheiratet Wir waren während der Weltreise viel in Australien, ich hab das selber gelebt schon.

01:03:19: Die Menschen sind da unfassbar nett ... Wenn ich in Sydney bin, ich bin es leider letztes Mal, vor zehn Jahren.

01:03:27: Aber bin da sehr glücklich wenn ich da bin weil irgendwie der ganze Vibe ist sehr positiv und das ist so mein Lieblingsort.

01:03:34: Ich könnte jetzt auch sagen Holgers Bank die er mal vermacht hat natürlich also Wer auch einer meiner Lieblingsorte, aber ich denke jetzt gerade an... Ich würde sagen exotischere Orte.

01:03:44: Aber wo wäre ich jetzt gerade am liebsten?

01:03:47: Und dann wäre es tatsächlich Bidney oder bei meinen Freunden in der Nähe von Lisbonn.

01:03:51: Das sind Happy Places für mich und ich glaube die werden damit verbindlich.

01:03:55: so viel was ist bei dir?

01:03:57: Ich hab den Norden.

01:03:59: Nicht der Sieben, sondern der Norden!

01:04:00: Tatsächlich Skandinavien also Schweden, Stockholm und Malmöte tatsächlich und Kopenhagen.

01:04:05: Also das sind so... Wir wollten immer nach Schweden auswandern.

01:04:07: wir haben früher immer mit dem Auto von Hamburg ist es ja sehr dicht beinahe von vielen Stunden ist man in Malmi mit der Fähre dann rüber.

01:04:13: Sind wir immer noch mit dem Autohund Iida da gab's die Kleider nicht nach Malmi gefahren oder denn durch Schweden mit einem Auto und Koppenhagen?

01:04:19: Und das war unsere Happy Places und damit bleibe ich auch.

01:04:23: Ich liebe Skandinavian, Island auch dazu noch dass das so meins Kind.

01:04:28: Also nicht nur Norddeutschland, sondern ich bin auch so ein skandinavisches Kind.

01:04:31: Ich bin ja wahrscheinlich auch eine Skandinavierin und im falschen Körper.

01:04:34: Ich sehe mich da oben... Also bei mir ist es bei mir dann... also Norden, das Skandinavier ist so meinst du, geht mein Herz auf!

01:04:41: Und das ist so, ich war da früher total... Ja.

01:04:45: Auch jetzt, wir waren da sehr begeistert beide von uns, konnten uns das sehr gut vorstellen Ich glaube, vor der Schwangerschaft.

01:04:52: Aber dann kam Corona und wir wollten.

01:04:55: im September XXIII hatten wir Kopenhagen gebucht aber aus genannten Gründen warum es diesen Podcast gibt mussten mir oder musste ich – wie wäre gut?

01:05:04: – die Reise stornieren.

01:05:06: Und seitdem war ich tatsächlich nicht mehr da, aber ich würde gerne wieder hoch von Acha mit der Kleinen ihr das zeigen.

01:05:11: jetzt aber jeder so alt deswegen... Es ist wie immer alles kompliziert!

01:05:14: Ist es

01:05:14: kompliziert?!

01:05:16: Wer kennt's nicht wenn man alleine erzieht ist?

01:05:18: Ja genau, das sind so meine Lieblingsorte.

01:05:21: Und damit?

01:05:22: Damit haben wir es geschafft.

01:05:24: Ja, das waren viele Fragen!

01:05:26: Haben wir viel gequatscht aber es war noch schöne Fragen dabei.

01:05:29: Also viele auch.

01:05:30: wo man nochmal so drüber nachdenken kann in den fünf Minuten was würden wir ihm sagen?

01:05:33: und auch der Sinn des Lebens sind so Fragen die man natürlich jetzt nicht so ad hoc beantwortet.

01:05:37: dass sind eher Fragen wo man länger darüber nachdenkt oder eine ganze Podcast Folge mitfüllen kann.

01:05:41: Aber sehr schöne Fragen.

01:05:42: vielen Dank dafür dass ihr so fleißig welcher an uns gestellt habt.

01:05:46: ja super lieb.

01:05:47: Ansonsten, wenn ihr noch eine weitere Frage an uns habt oder ein Thema habt über das wir sprechen sollen dann schreibt uns auch gerne an.

01:05:53: unseren Instagram-Account vom Mama bleibt dem Podcast.

01:05:57: Oder schreibt unsere eigenen Accounts.

01:06:00: bei Spotify könnt ihr einen Kommentar hinterlassen und ansonsten freue ich mich wie jede Woche darüber wenn ihr uns fünf Sterne gebt in der Bewertung bei Apple Podcast oder einen Follow bei Spotify oder einen netten Kommentar bei Spotify hinterlasst.

01:06:15: da freuen wir uns natürlich immer Riesig und ansonsten eine wunderschöne Woche oder Restwoche.

01:06:21: Und ein schönes Wochenende,

01:06:24: bis bald!

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